Schuldig gesprochen

12. Februar 2020 14:18; Akt: 12.02.2020 14:18 Print

Mann vergewaltigt seine Stieftochter

Das Zuger Strafgericht hat einen Mann wegen Vergewaltigung und Nötigung verurteilt. Der Portugiese hatte sich an seiner Stieftochter vergangen.

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Weil er seine Stieftochter vergewaltigt und genötigt hat, erhält der im Kanton Zug wohnhafte Mann eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten. Weiter wird der Portugiese mit einem Landesverweis von sechs Jahren bestraft. Auch muss er seiner Stieftochter eine Genugtuung in der Höhe von 20'000 Franken zahlen und einen Teil der Verfahrenskosten übernehmen, berichtet die «Zuger Zeitung».

Die Stieftochter hatte dem Mann vorgeworfen, dass er sich an ihr vergangen hatte, noch bevor sie 16 Jahre alt war. Von diesem Vorwurf wurde er hingegen freigesprochen. Das Strafgericht sah den Tatbestand der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern als nicht erfüllt an. Zwar glaubte das Gericht der Tochter – weil sie aber nur vage Aussagen über die Tatzeiten machte, war das Gericht nicht überzeugt, dass es zu sexuellen Handlungen kam, als sie noch im Schutzalter war.

Stieftochter soll verliebt gewesen sein

Der Beschuldigte hatte vor Gericht jegliche Vorwürfe bestritten. Er gab im Gegenzug an, dass die Stieftochter ihm sexuelle Avancen gemacht hatte. Dies sah das Gericht als nicht ganz unglaubwürdig an. Weil die Stieftochter zudem in der Lage gewesen sei, sich zu wehren, ist auch der Tatbestand der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Abhängigen laut Gericht nicht erfüllt.

Die Partnerin des Beschuldigten hatte angegeben, dass sie nichts von diesen Vorfällen mitbekommen habe. Der Angeklagte und seine Partnerin sagten zudem, dass die Stieftochter in ihren Stiefvater verliebt und eifersüchtig gewesen sei. Die heute 22-Jährige sei trotz kognitiver Einschränkung berechnend und manipulativ.

(gwa)