Verbotene Dateien

18. März 2019 10:59; Akt: 18.03.2019 14:37 Print

Mann wegen Kinder- und Tierpornografie verurteilt

Ein 41-Jähriger aus dem Kanton Nidwalden muss sich einer ambulanten Behandlung unterziehen, nachdem er sich der mehrfachen Pornografie schuldig machte.

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Ein Mann musste sich wegen Kinder- und Tierpornografie vor dem Kantonsgericht Nidwalden in Stans verantworten. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

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Einer Behandlung unterziehen muss sich ein 41-jähriger Mann aus dem Kanton Nidwalden, nachdem er sich der mehrfachen Pornografie schuldig gemacht hat. Das Kantonsgericht verhängte eine unbedingte Freiheitsstrafe von zehn Monaten, schob diese aber zu Gunsten der ambulanten Massnahme auf.

Das Urteil kam im abgekürzten Verfahren zustande, wie aus dem Dispositiv hervorgeht, das das Gericht am letzten Donnerstag veröffentlichte. Beim Beschuldigten hatte die Polizei 2017 eine Hausdurchsuchung durchgeführt und auf seinem Computer über tausend verbotene Dateien gefunden.

Laut der Anklageschrift handelte es sich dabei mehrheitlich um Bilder und Filme, die Kinderpornografie zeigten. Auch waren 21 Aufnahmen dabei, die sexuelle Handlungen zwischen Mensch und Tier zum Inhalt hatten.

Verfahrenskosten betragen 29'000 Franken

Weil er diese auf seinem Computer gespeichert und im Internet auch anderen Personen zugänglich machte, habe der Mann sich der mehrfachen verbotenen Pornografie schuldig gemacht.

«Auf den Mann aufmerksam wurde die Nidwaldner Polizei, weil diese eine Meldung von der Bundeskriminalpolizei erhielt. Die Bundeskriminalpolizei wurde vom National Center for Missing and Exploited Children auf die Bilder im Internet aufmerksam gemacht», sagt Staatsanwalt Lukas Zumstein. Das National Center for Missing and Exploited Children ist eine gemeinnützige Organisation, die 1984 vom Kongress der Vereinigten Staaten gegründet wurde.

Zudem stiess die Polizei in seinem Büro auf ein Klappmesser, das der Beschuldigte vor rund 20 Jahren als Souvenir in die Schweiz gebracht hatte und seither als Brieföffner benutzte. Damit beging er eine Widerhandlung gegen das Waffenrecht, für die er ebenfalls bestraft wurde.

Der Beschuldigte muss neben der Strafe die Verfahrenskosten tragen. Sie belaufen sich auf knapp 29'000 Franken.

(dag/sda)