Wunderkind aus Meierskappel

24. April 2015 05:27; Akt: 24.04.2015 15:26 Print

Mathe-Max (11) schrieb seine Autobiografie

von Katja Imhof - Maximilian (11) aus Meierskappel hat einen IQ von über 149 und gilt als Wunderkind. Nun hat das Mathetalent eine Biografie über sein junges Leben veröffentlicht.

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Über Maximilians Leben gibts jetzt ein Buch. (Bild: SRF)

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Der elfjährige Maximilian Janisch hat schon früh Schlagzeilen als Mathetalent gemacht: Er absolvierte die Primarschule in drei statt sechs Jahren und bestand als Neunjähriger die Matura in Mathematik am Gymnasium Immensee mit Bestnoten. Mit einem gemessenen IQ von über 149 reizt er die gängige Skala aus.

Nach der Matura wollte er sich an der ETH immatrikulieren, bekam aber eine Absage: Als Student brauche es mehr als bloss Intelligenz, hiess es damals. Obwohl Maximilian als Student von der ETH abgelehnt wurde, geht seine Erfolgsgeschichte weiter: Die Universität Zürich hat eigens ein Förderprogramm für ihn ins Leben gerufen – und auch das läuft für ihn wie am Schnürchen.

«Ich bin stolz auf Maximilian»

Neu gibt es auch eine Biografie über Maximilians Leben: «Moi, un phénomène? L’université à dix ans – facile!» so der Titel des Buches. Der Elfjährige hat die Biographie zusammen mit seinem Vater und Ghostwriter Thomas Drisch geschrieben, einem Mathematik-Professor im Ruhestand. Die Idee für eine Biografie kam jedoch nicht von ihm oder seinem Vater, sondern vom französischsprachigen Verlag Favre.

Das Buch beschreibt Maximilians Erfahrungen im «Labyrinth» des schweizerischen Schulsystems. Am 1. Dezember 2014 erschien die Biographie in Lausanne und am 15. Januar 2015 in Paris. Das Erscheinungsdatum für die deutsche Fassung mit dem Titel: «Ich, ein Phänomen? 10 Jahre, und schon an der Uni, was will ich mehr?» ist noch nicht bekannt.

Für Maximilian hat sich nicht viel verändert, seit das Buch veröffentlicht wurde: «Mir ging es vor der Veröffentlichung sehr gut und mir geht es auch jetzt sehr gut», so das kleine Genie. Insgesamt haben Vater und Sohn 200 Stunden ins Verfassen des Buches, 100 Stunden in die Korrektur und 200 Stunden in die Übersetzungen gesteckt. Sein Vater über die Biografie: «Ich bin stolz auf ihn und dies nicht deswegen, weil er ein Buch veröffentlicht hat. Doch seit er einen Stift in der Hand halten kann, arbeitet er unablässig an sich selbst und an der Mathematik.»

Das SRF begleitete Maximilian und seinen Vater Thomas Drisch nach Paris. Dort stand eine Promotions-Tour für das Buch auf dem Programm. Interviews bei verschiedenen grossen Fernseh- und Radiostationen geben Einblick in das Leben des Elfjährigen. Die Sendung «Maximilians Welt» wird am Sonntag, 26. April 2015, um 21.40 Uhr auf SRF1 ausgestrahlt.