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28. Juni 2013 15:43; Akt: 29.06.2013 10:47 Print

Mathegenie Max (9) zeigt, was er kann

von Nina Jecker, Philipp Rüegg - Der neunjährige Maximilian aus dem Kanton Luzern hat bereits die Mathe-Matur im Sack und kämpft um einen Platz an einer Uni. 20 Minuten hat ihn besucht – und liess sich etwas vorrechnen.

Der neunjährige Maximilian aus dem Kanton Luzern löst im Video von 20 Minuten eine Gleichung.
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Am Gymnasium Immensee ist Maximilian ein Exot. Die anderen Schüler sind allesamt Teenager. Sie schlendern laut lachend durch die Gänge oder stehen rauchend vor der Schulhaustür. Maximilian ist deutlich jünger als seine Mitschüler. Der neunjährige Bub hat vergangene Woche für Schlagzeilen gesorgt, weil er sich um einen Studienplatz an der ETH bemühte. Vergeblich: Obwohl er die Matura in Mathematik schon bestanden hat, fehlen ihm noch die restlichen Fächer. Die Hochschule hat ihn deshalb abgelehnt.

20 Minuten hat das junge Mathe-Genie im Klassenzimmer seines Gymnasiums besucht. Im Gespräch erzählt der Knabe, dessen Eltern aus Deutschland stammen, wie es ist, klüger zu sein als die anderen. Seinem Vater, der selber Mathematik studiert hat, ist das Interesse seines Sohnes an Zahlen bereits sehr früh aufgefallen. «Maximilian hat beispielsweise schon im Kindergartenalter immer die Quersummen von Autonummern errechnet», erzählt er.

Nach der Einschulung wurde die Hochbegabung schnell offensichtlich, Maximilian übersprang Klasse um Klasse und konnte nach nur drei Jahren Primarschule ans Gymnasium wechseln. Seine Hauptbegabung liegt bei der Mathematik, die der Bub als besonders «abwechslungsreich und vielseitig» schätzt. Täglich grübelt er mit seinem Vater über mathematische Problemstellungen. Fremdsprachen - er kann sich sehr gut auf Französisch und Englisch unterhalten - sieht Maximilian als Hobby an.

«Ich bin ein ganz normaler Neunjähriger»

Bleibt neben dem ganze Schulstoff noch Zeit, spielt der Neunjährige gerne auf dem Smartphone, mit einem ferngesteuerten Flugzeug oder steckt - ganz typisch für sein Alter - die Nase in Lustige Taschenbücher von Disney. «Da bin ich ein ganz normaler Neunjähriger», sagt Maximilian. Kontakt zu jetzigen oder ehemaligen Mitschülern hat er hingegen eher wenig. Die aktuellen seien halt älter als er und die früheren Gspänli musste Maximilian durch die Klassenwechsel immer schnell wieder zurücklassen. «Ich helfe aber anderen sehr gerne, wenn sie mit dem Schulstoff Probleme haben.»

In einigen Momenten werde der Druck zwar schon sehr gross. Er habe sich auch schon überlegt, wie es wohl wäre, hätte er damals keine Klassen übersprungen, räumt Maximilian ein. «Aber da wäre ich mittlerweile wohl schon sehr unterfordert.» Dafür, dass sein Sohn seine Begabungen weiter entwickeln kann, will sein Vater sorgen. Nach dem negativen Bescheid der ETH prüft die Familie jetzt Optionen an anderen Unis.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leclerc am 30.06.2013 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Was meint er mit "Wir"?

    Wenn Max sagt "Wir möchten an die Uni", was meint er mit "Wir"??? Ich und mein Vater? Ich und mein Teddybär? Ich und alle anderen hochbegabten Kinder? Ich und mein Elektroflieger? Ich und mein unsichtbarer Freund? Ich und alle anderen Neunjährigen? Ich und meine Eltern? Ich und mein Kugelschreiber? Ich und mein lustiges Taschenbuch? Ich und meine alten Klassenkamaraden? Ich und Einstein? Ich und das Gymi Immensee? Ich und die Welt? Ich und mein zweites ich? Ich und du? Ich und mein Wissen? Ich und die Mathe? Ich mit meinem Hochdeutsch? Ich und mein Znünibrot? Ich und mein Turnsack? Ich und..

  • Freund am 30.06.2013 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Soziales Leben

    Er hört nichts mehr von seinen alten Klassenkameraden. Hat er überhaupt noch Freunde und eine Kindheit?

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  • Leser am 30.06.2013 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Zitat: "Was man uns geben könnte..."

    Da hat aber ein kleiner Knirps eine ganz schön grosse Meinung von sich. Egal wie gut er das 1x1 kann; ich höre da nur seine Eltern durch ihn sprechen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Glückspilz am 30.06.2013 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Viel Glück kleiner Maxli. Ich wünsche dir einen herzlichen Gaxli.

  • Anonymous am 30.06.2013 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    e^(pi*i) + 1 = 0

    Spätestens an der SMO(Schweizer Mathematikolympiade) wird der junge Mann hier merken, dass er gar nicht weiss, was Mathematik überhaupt ist. Standardaufgaben, wie das Bestimmen eines Minimums bei einer quadratischen Gleichung, könnten viele andere 9-Jährige auch, wenn sie wie dieses "Genie" seit kleinem Alter von ihren Eltern dazu gedrängt werden würden Mathematik zu lernen. Mathematik ist viel mehr als das Einsetzen von Zahlen in Gleichungen. Mich würde es nicht wundern, wenn ich ihn nächstes Jahr an der SMO sehe und es sich herausstellt, dass er doch nicht so gut ist, wie er meint.

  • Leclerc am 30.06.2013 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Was meint er mit "Wir"?

    Wenn Max sagt "Wir möchten an die Uni", was meint er mit "Wir"??? Ich und mein Vater? Ich und mein Teddybär? Ich und alle anderen hochbegabten Kinder? Ich und mein Elektroflieger? Ich und mein unsichtbarer Freund? Ich und alle anderen Neunjährigen? Ich und meine Eltern? Ich und mein Kugelschreiber? Ich und mein lustiges Taschenbuch? Ich und meine alten Klassenkamaraden? Ich und Einstein? Ich und das Gymi Immensee? Ich und die Welt? Ich und mein zweites ich? Ich und du? Ich und mein Wissen? Ich und die Mathe? Ich mit meinem Hochdeutsch? Ich und mein Znünibrot? Ich und mein Turnsack? Ich und..

  • Freund am 30.06.2013 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Soziales Leben

    Er hört nichts mehr von seinen alten Klassenkameraden. Hat er überhaupt noch Freunde und eine Kindheit?

    • Ch. Hess am 30.06.2013 20:33 Report Diesen Beitrag melden

      Kindheit???

      Also Ich glaube seine ehemaligen Mitschüler haben ihn vergessen. Eine Kindheit hat er meiner Meinung nach nicht

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  • Leser am 30.06.2013 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Zitat: "Was man uns geben könnte..."

    Da hat aber ein kleiner Knirps eine ganz schön grosse Meinung von sich. Egal wie gut er das 1x1 kann; ich höre da nur seine Eltern durch ihn sprechen.

    • Izanami am 30.06.2013 11:45 Report Diesen Beitrag melden

      Unterforderung

      Sie scheinen noch nie unterfordert gewesen zu sein. Für Leute mit speziellen Begabungen (auch nur partiellen) ist es grausam, kein neues "Futter" zu bekommen - dies wird auch hier der Fall sein, vor allem wenn dieses Ausmass an Talent vorhanden ist. Ausserdem - 1x1...?

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