SP sagt Nein

05. Juni 2011 22:28; Akt: 05.06.2011 20:40 Print

Medizin-Tourismus für Reiche

von Matthias Giordano - Stadt und Kanton Luzern wollen reiche Patienten aus dem Ausland nach Luzern locken. Die SP wehrt sich jetzt mit einem Vorstoss dagegen.

storybild

Unterstützt den Vorstoss: SP-Kantonsrätin Ylfete Fanaj. Foto: Marcel Habegger

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Es kann nicht sein, dass die einheimische Bevölkerung die Sparmassnahmen tragen muss und gleichzeitig in Angebote für Reiche aus dem Ausland investiert wird», sagt SP-Kantonsrätin Ylfete Fanaj. Grossstadträtin Theres Vinatzer, selbst Pflegefachfrau, stösst ins gleiche Horn: «Alle Bevölkerungsschichten haben ein Anrecht auf eine qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung.» Und da diese Klienten sehr viel Aufwand benötigten, bekämen die anderen Patienten weniger Aufmerksamkeit. Von anderen Spitälern wisse sie zudem, dass das Personal solchen Patienten gegenüber kritisch sei. «Das Personal wurde regelrecht herumgescheucht und als Untergebene angesehen», so Vinatzer.

Die SP/Juso-Fraktion reichte deshalb bei der Stadt und dem Kanton je einen Vorstoss gegen die Mitfinanzierung von Lucerne Health ein. Stadt, Kanton und Wirtschaftsförderung haben dem Verein Lucerne Health 100 000 Franken über drei Jahre garantiert. Luzern soll vor allem in den Märkten Russland sowie dem Nahen und Fernen Osten als Gesundheitsdestination vermarktet werden (20 Minuten berichtete).

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandra am 07.06.2011 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Anreize im Gesundheitswesen

    Solche Touristen-Abzocker-Praktiken sollten verboten werden - diese treiben auch die gesammten Gesundheitskosten der Kleinen in die Höhe. Zudem sollten solche Touristen auf Schwearzgeld geprüft werden, die ihr Geld so weiss waschen wollen.

  • Harry Frey am 06.06.2011 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Einnahmen verweigen, so ist die SP

    Dann bringen die reichen Ausländer ihr Geld halt woanders hin. Tolle Aussichten mit der wirtschaftsfeindlichen SP.

  • Samuel am 06.06.2011 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schluss mit Reichen-Wahn-Vorstellungen

    Alles hat ein Ende auch der Reichtum und das Schwarz-Geld hat jetzt keinen Platz mehr in der Schweiz - denn alles schadet mehr als er nützt - die Rechnung geht für den Schweizer-Staat nicht mehr auf.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandra am 07.06.2011 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Anreize im Gesundheitswesen

    Solche Touristen-Abzocker-Praktiken sollten verboten werden - diese treiben auch die gesammten Gesundheitskosten der Kleinen in die Höhe. Zudem sollten solche Touristen auf Schwearzgeld geprüft werden, die ihr Geld so weiss waschen wollen.

  • Samuel am 06.06.2011 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schluss mit Reichen-Wahn-Vorstellungen

    Alles hat ein Ende auch der Reichtum und das Schwarz-Geld hat jetzt keinen Platz mehr in der Schweiz - denn alles schadet mehr als er nützt - die Rechnung geht für den Schweizer-Staat nicht mehr auf.

  • Harry Frey am 06.06.2011 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Einnahmen verweigen, so ist die SP

    Dann bringen die reichen Ausländer ihr Geld halt woanders hin. Tolle Aussichten mit der wirtschaftsfeindlichen SP.