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02. März 2011 22:48; Akt: 21.03.2011 17:13 Print

Mehr Flüchtlinge bedeuten mehr Kriminalität

von Lena Berger - Eine Flüchtlingswelle aus Afrika würde auch die Polizei vor zusätzliche Probleme stellen – sagt ein Experte. Die Kantone Zug und Luzern reagieren darauf unterschiedlich.

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Ein Anstieg der Flüchtlinge aus Afrika könnte auch mehr kriminelle Taten mit sich bringen. (Reuters)

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«Eine kurzfristige Zunahme von vielen jungen Männern bleibt in der Regel nicht ohne Folgen auf die Kriminalitäts­rate», warnte Martin Killias, Professor für Strafrecht an der Universität Zürich, gestern im «Tages-Anzeiger». Er vergleicht den drohenden Flüchtlingsstrom aus Nordafrika mit der Flüchtlingswelle Ende der 1990er-Jahre aus dem Kosovo. Damals seien vor allem die ­Gewaltdelikte angestiegen.

Für Alexander Lieb, stellvertretender Departements­sekretär Justiz und Sicherheit beim Kanton Luzern, ist dies ein heikler Vergleich. «Meines Wissens liegen dieser Aussage keine wissenschaftlichen Studien zu Grunde.» Massnahmen seien derzeit keine geplant. Die Polizei behält die ­Situation aber im Auge: «Die Luzerner Polizei beobachten die Entwicklung mit Aufmerksamkeit», so Sprecher Richard Huwiler.

In Zug nimmt man Killias’ Warnung ernster. «Bereits jetzt wird rund ein Fünftel der abgewiesenen Asylbewerber aus diesem Gebiet kriminell», sagt Sicherheitsdirektor Beat Villiger (CVP). «Ich befürchte deshalb, dass die Zahl der Delikte durch den Anstieg der Asylbewerber zunehmen wird.» Diese neuen Herausforderungen würden in die Schwerpunktsetzung der Polizei einfliessen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franziska am 05.03.2011 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    Da können wir uns auf etwas gefasst

    machen. Es wird uns CH sogar zugemutet, dass wir mit mehr Kriminalität rechnen müssen. Das Flüchtlings-Gesetzt muss neu revidiert werden, so kann es nicht weiter gehen. Die Flüchtlinge muss man vor Ort in ihren Länder unterstützen.

  • Balthasar Niedegger Emmen am 06.03.2011 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Unser Boot ist nicht voll!

    Es soll allen wieder einmal gesagt sein, das Boot ist nicht voll. Uns geht es sehr gut, da kann man am Schicksal anderer schon etwas teilhaben. Auch wenn diese nachher bleiben, Arbeit gibt es für alle immer genug. Ich hoffe, dass möglichst viele hier eine ruhige sichere Heimat finden. Abwehren ist keine Lösung.

  • Peschä am 03.03.2011 00:07 Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunliche Aussagen von Killias

    Wurde damals in den 1990ern nicht abgestritten oder zumindest verharmlost, dass es grosse Probleme mit gewalttätigen Asylbewerbern gab? Wir dürfen keine Einwanderung von Gewalttätern dulden. Die Flüchtlinge aus Nordafrika sind grossteils Wirtschaftsflüchtlinge und haben daher sowieso kein Asylrecht. Wir müssen diese Männer sofort zurückschaffen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus Laubacher am 07.06.2011 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Kommunikation vom EDA...

    und dem EJPD in die Flüchtlingsländer wenn das noch möglich ist. Auch in die Länder des Ostens z. Bsp. Rumänien. Dort müssen die Leute wissen, dass unqualifizierte Arbeit und Arbeit ohne Sprachkenntnisse in der Schweiz selten geworden ist! Keine einfache Produktionsarbeit mehr!!!

  • Balthasar Niedegger Emmen am 06.03.2011 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Unser Boot ist nicht voll!

    Es soll allen wieder einmal gesagt sein, das Boot ist nicht voll. Uns geht es sehr gut, da kann man am Schicksal anderer schon etwas teilhaben. Auch wenn diese nachher bleiben, Arbeit gibt es für alle immer genug. Ich hoffe, dass möglichst viele hier eine ruhige sichere Heimat finden. Abwehren ist keine Lösung.

  • Franziska am 05.03.2011 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    Da können wir uns auf etwas gefasst

    machen. Es wird uns CH sogar zugemutet, dass wir mit mehr Kriminalität rechnen müssen. Das Flüchtlings-Gesetzt muss neu revidiert werden, so kann es nicht weiter gehen. Die Flüchtlinge muss man vor Ort in ihren Länder unterstützen.

  • Sonja am 04.03.2011 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Flüchtlinge sollte man nicht automatisch

    bleibendes Asyl gewähren. Zudem sollte man diese nach Kriegsende in ihr angestammtes Heimatland zurück schicken. Unsere CH-Regierung muss jetzt hart durchgreifen, und nicht auf die EU rücksicht nehmen, was die predigen. Ein Ausnahme-Zustand muss wieder rückgängig gemacht werden, d.h. das Gesetzt muss so neu angepasst werden.

  • Thomas Sempach am 03.03.2011 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Alexander Lieb ist zu Lieb!

    Gewisse "Politiker" wollen es einfach nicht wahrhaben!!! Wäre gut, wenn sie selber mal betroffen wären. Aber in ihren gutgeschützen Villen haben sie kaum was zu befürchten...