S-Bahn

14. Mai 2014 18:20; Akt: 15.05.2014 13:14 Print

Mehr Platz für Passagiere dank Stehplätzen

Bis zum 23. Mai verkehren zwischen Baar, Luzern und Sursee zwei Testzüge mit neuen Stehplatzzonen. Dadurch soll bis zu 20 Prozent mehr Platz für die Passagiere geschaffen werden.

Die SBB testet zurzeit in der Agglomeration Luzern zwei neue S-Bahn-Kompositionen mit vergrössertem Stehplatzbereich in der Eingangszone.
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Auf den S-Bahn-Linien in Luzern und Zug sind immer mehr Passagiere unterwegs. Weil die Infrastruktur begrenzt ist, können nicht mehr oder längere Züge eingesetzt werden. Auch von Doppelstockzügen wird keine Lösung erwartet, weil bei diesen das Ein- und Aussteigen länger dauert.

Für die Passagiere heisst dies, dass sie in den Stosszeiten nicht immer einen Sitzplatz zur Verfügung haben. Die SBB und der Verkehrsverbund Luzern (VVL) halten das während der Spitzenzeiten auf kurzen Strecken innerhalb der Agglomeration für zumutbar, wie sie am Mittwoch den Medien erklärten. SBB und VVL erwägen deshalb, grosszügigere Stehplatzzonen im Eingangsbereich zu schaffen, dank denen sich die stehenden und ein- und aussteigenden Passagiere auch weniger in die Quere kommen als heute.

Zurzeit läuft der Testversuch

Seit dem 5. und noch bis zum 23. Mai sind auf der Linie S1 von Luzern nach Baar und auf der S18 von Luzern nach Olten zwei Testzüge im Einsatz (20 Minuten berichtete). In diesen sind verschieden gestaltete Stehplatzzonen eingerichtet worden. Diese sind grösser als die bestehenen Stehflächen, haben mehr Stangen, um sich festzuhalten, und sind teilweise mit Anlehnflächen oder Tischen ausgerüstet. Dem zusätzlichen Stehkomfort sind in jedem der beiden Testzüge je 22 der 160 Zweitklass-Sitzplätze zum Opfer gefallen. Dank dem Sitzplatzab- und dem Stehplatzausbau soll Platz für zusätzliche 10 bis 20 Prozent Passagiere geschaffen werden können.

Die beiden Testzüge, die nun in der Zentralschweiz unterwegs sind, sind für einen Markttest auf der Basler S-Bahn-Linie 1 umgebaut worden. Die Passagiere hätten die grosszügigeren Stehflächen, die zusätzlichen Haltestangen und die Anlehnmöglichkeiten geschätzt, teilte die SBB mit. Die Erfahrungen aus den Testeinsätzen in Basel und Luzern sollen Aufschluss darüber geben, wie bestehende Fahrzeuge umgebaut werden könnten, aber auch in künftige Fahrzeugbeschaffungen einfliessen.


(sda)