Leerwohnungen

29. Juli 2014 11:46; Akt: 29.07.2014 12:09 Print

Mehr Wohnungen in Luzern stehen leer

Im Juni 2014 waren in Luzern gut 1400 Wohnungen unbewohnt. Gemessen am Bestand waren kleine Wohnungen häufiger leer als grosse.

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Im Vergleich zum Jahr 2013 gab es im Juni 2014 doppelt so viele Neubauten im Kanton Luzern. Dennoch stieg die Leerwohnungsziffer an. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

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Die Zahl der 2014 im Kanton Luzern leer stehenden Wohnungen nahm gegenüber dem Vorjahr um 15,9 Prozent zu. Von den leerstehenden Wohnungen waren 83 Prozent Mietobjekte, teilte Lustat Statistik Luzern am Dienstag mit.

Die Leerwohnungsziffer im Kanton Luzern erhöhte sich von 0,7 Prozent im Jahr 2013 auf 0,81 Prozent. Die Leerwohnungsziffer setzt die Zahl der leer stehenden Wohnungen ins Verhältnis zum gesamten Wohnungsbestand.

Gründe für die ansteigende Leerwohnungsziffer zu nennen sei schwierig, sagt Simon Büchi, wissenschaftlicher Arbeiter von LUSTAT, gegenüber 20 Minuten. «Wir können nur spekulieren, was die Gründe sind. Es könnte damit zusammenhängen, dass es mehr Neubauten gab.» Im Juni 2014 standen nämlich doppelt so viele Neubauwohnungen leer wie im Jahr 2013.

Entlebuch mit meisten leeren Wohnungen

Gemessen am Wohnungsbestand der jeweiligen Grössenkategorien, nahm die Anzahl der leerstehenden 1-Zimmer-Wohnungen am meisten zu, nämlich um 1,47 Prozent. Von den 2- und 3-Zimmer-Wohnungen waren 0,90 respektive 1,00 Prozent unbesetzt. Von den Wohnungen mit 4 und 5 Zimmern waren 0,85 respektive 0,57 Prozent unbesetzt.

Die regionalen Leerwohnungsziffern variieren jedoch stark. So weist das Entlebuch beispielsweise einen Leerwohnungsanteil von 1,69 Prozent auf, das ist etwa doppelt so viel wie in der Agglomeration Luzern. Am wenigsten unbesetzte Wohnungen gibt es im Raum Rottal-Wolhusen, wo 0,34 Prozent der Wohnungen leer stehen. Letztes Jahr gab es in der Region Sursee/Sempachersee noch am wenigsten leere Wohnungen, dort stieg die Leerwohnungsziffer nun jedoch auf 0,51 Prozent.

(msa)