Gesperrte Strasse

09. Oktober 2019 14:47; Akt: 09.10.2019 14:47 Print

Mieses Wetter verzögert Arbeiten am Axen

Wegen eines Murgangs bleibt die Axenstrasse länger gesperrt. Mit einem Pneukran wird nun das Alarmsystem geflickt.

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Mit diesem Pneukran werden die Instandstellungsarbeiten am Überwachungs- und Alarmsystem an der Axenstrasse durchgeführt. Wegen der unbeständigen Witterung kann man noch nicht abschätzen, wann die Strasse wieder befahrbar wird. Denn: An Regentagen kann nicht gearbeitet werden. Nach einem Murgang kurz vor 23 Uhr am 2. Oktober wurde die Strasse zwischen Flüelen und der Abzweigung Wolfssprung bis auf weiteres gesperrt. Wie lange die Sperrung dauert ist noch nicht bekannt. Mehrere tausend Kubikmeter Gestein sollen sich laut Astra gelöst haben. Teilweise stürzte der Murgang bis in den Urnersee. Personen wurden dabei keine verletzt. Einzelne Reissleinen und Steinschlagschutznetze wurden beschädigt. Die Strasse trug keinen Schaden davon. Wegen dem Wetter können weitere Steinschläge sowie Murgänge erwartet werden. Daher ist das Betreten des Gebiets zu gefährlich. Die Zufahrten aus Richtung Nord bis Sisikon und Riemenstalden und aus Richtung Süd bis zur Tellsplatte sind möglich. Es wird empfohlen, die Signalisationen zu beachten und die gesperrte Axenstrasse grossräumig zu umfahren oder auf Züge der SBB auszuweichen. Ruedi Cathry, Präsident der FDP Uri, fordert nun, dass schnellstmöglich Übergangslösungen an der Axenstrasse geschaffen werden. Ab dem 28. Juli 2019 war die Axenstrasse nach einem Steinschlag gesperrt. Am Freitag, 13. September wurde die Strasse wieder für den Verkehr geöffnet. Nun ist sie erneut zu. Ein zwölf Tonnen schwerer Stein war am 28. Juli über die Strasse gestürzt. Seither war der Abschnitt der A4 zwischen dem Kreisel Flueelen und der Abzweigung Wolfsprung südlich von Brunnen SZ aus Sicherheitsgründen gesperrt. Bei den Arbeiten nach dem Felssturz kamen auch Helikopter zum Einsatz. Die Untersuchungen des betroffenen Gebiets zeigten, dass sich gegen 120'000 Kubikmeter Schuttmaterial im Gumpischtal abgelagert hatten – das entspricht einer Menge von 1200 Lastwagenladungen. Es kann zu erneuten Steinschlägen kommen, weshalb ein Warnsystem mit Ampeln installiert wurde. Schutz vor Steinschlägen ist nötig: Ein stützenloses Betondach bei der Axenstrasse in Sisikon. Betonelemente stabilisieren die Felswand über der Axenstrasse bei Brunnen. Bereits im Januar war die Strasse nach einem Steinschlag gesperrt. Beim Südportal der Galerie Zingel hatte sich rund zehn Meter oberhalb der Strasse ein Felspaket gelöst und war auf die Fahrspur gekracht. Schon am Stephanstag im Dezember 2018 kam es zu einem Felssturz. Auch 2017 kam es entlang der Strasse zu einem Steinschlag. Damals stürzten rund 1000 Kubik Fels ab.

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«Momentan sind die Arbeiten am Steinschlagschutznetz und den Reissleinen im Gange», teilte das Bundesamt für Strassen Astra am Mittwoch mit. Diese sind Teil des Überwachungs- und Alarmsystems. Beim Murgang, der sich Anfang Oktober oberhalb der Axenstrasse ereignet hat, sind mehrere der Reissleinen und Stützen eines Schutznetzes beschädigt worden. Mehrere 10'000 Kubikmeter Gestein gingen beim Murgang nieder, ein Teil davon erreichte auch den Urnersee.

Um das Alarmsystem instandsetzen zu können, musste ein Pneukran auf der Brücke installiert werden. Bis die Arbeiten abgeschlossen sind, dürfte es aber noch einige Zeit dauern: Denn die Arbeiten «können nur bei trockener Witterung ausgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen kann an Regentagen im Absturzgebiet nicht gearbeitet werden», teilt das Astra weiter mit.

Wegen der unbeständigen Witterung könne man deshalb derzeit noch nicht abschätzen, wann die Axenstrasse wieder für den Verkehr freigegeben wird.

(gwa)