Luzern

14. März 2011 23:00; Akt: 14.03.2011 22:33 Print

Mieter machen ihren Strom selber

von Stefanie Nopper - Mieter und Wohnungsbesitzer können künftig in ihrer Wohnung Strom produzieren: Das Solarbalkongeländer von CSEM Zentralschweiz machts möglich.

Fehler gesehen?

«Das eigene Kraftwerk auf dem Balkon ist die Zukunft der ­Sonnenenergie», sagt Markus Wannemacher, Senior Project Manager bei CSEM Zentralschweiz. «Alternative Stromproduktion ist in dieser Form schweizweit einmalig», schwärmt er.

Und so funktionierts: Zwischen zwei Sicherheitsglasplatten werden am Geländer Solarzellen montiert. Ein Wechselrichter wandelt die Sonnenenergie in Wechselstrom um, der direkt ins Stromnetz eingespeist wird. Die Montage sei sehr einfach, auch Laien könnten die Vorrichtung anbringen. Das Solar-Geländer produziere etwa 10 Prozent des jährlichen Eigenbedarfs. Derzeit ist zwar noch nicht klar, wo Interessierte dieses Geländer kaufen können. «Wir haben aber schon jede Menge Anfragen. Im Laufe des Jahres wird das Solar-Balkongeländer erhältlich sein», versichert Wannemacher. Die innovative Geländer-Konstruktion ist kostengünstig: Ein Nachrüstsatz für vorhandene Geländer kostet «unter 1000 Franken». Neu gebaut koste es etwa 50 Prozent mehr als ein durchschnittliches modernes Geländer.

Finanziell gefördert wurde das Projekt durch Bund und Kanton sowie durch die Einwohnergemeinde Alpnach.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SH am 15.03.2011 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber andere Erzeuger

    Solaranlagen sind gut und recht. Vergesst aber bitte nicht, dass dieser Strom nicht gespeichert werden kann. Man bekommt ihn nur während der Tageszeit. Die Elektrizitätswerke haben weniger Freude an solcher Anlagen, da sie am Tag durch ein Strom Überfluss haben. Es ist eigentlich verlorene Energie. In der Nacht könnten wir den Strom besser brauchen. Wir sind in der Schweiz, unsere sonnige Tage sind so oder so begrenzt. Im Winter erst recht. Man sollte lieber an andere Energieerzeuger forschen. Nicht vergessen, die Solaranlagen müssen nach 20 Jahren ersetzt werden und sind schwer zu Recyclen.

    einklappen einklappen
  • Muellimaus am 15.03.2011 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Innovativ und weiter so...

    Wo krieg ich das Teil her.. Absolut erfrischende Idee zugusten der Umwelt....

  • toine us züri am 15.03.2011 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    auf dem Dach

    Jetzt werden ganze Serien von solchen Firmen aus dem Boden spriessen. Der Abzockerei sind keine Grenzen gesetzt, ausser der Bund und die Kantone überwachen dies. Uebrigens, es gibt viele Bauten ohne Geländer. Das Dach ist immer noch weitaus die beste Lösung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 16.03.2011 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Kandelabern

    Also das ist schon ein Anfang. Ich habe noch eine weitere Idee: Ich sehe haufenweise an den Strassen Kandelabern die eine Höhe von ca.4-5m aufweisen. Diese könnte man alle vertial mit Solarmodulen versehen und so einiges an Energie gewinnen.

  • undefined am 16.03.2011 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    undefined

    So etwas wäre toll, man müsste nur erfahren wo man dies kaufen kann.

  • Franz am 16.03.2011 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Solar, Solar Windenergie

    Alle sprechen von Atom oder Solarenergie, Leute vergesst nicht! Wir haben auch noch die Möglichkeit "Wind", also drei Möglichkeiten, Wasser, Sonne und Wind!!!

  • Albert am 15.03.2011 21:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Amtl.-Bewilligung geht nicht's

    Also so einfach ist die Sache nicht, sonst hat man den Beamten im Haus. Schweizweit sollte weniger Bürokratie in Sachen Sonnen-Energie gemacht werden.

  • Silvio am 15.03.2011 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    weiter so, jeder macht sein strom selber

    ab sofort sollten alle neubauuten/renovationen über einen gewissen %-satz an eigenenergie erzeugen müssen, welches ins öffentliche netz gespiessen wird. im gegenzug kriegt man für die theoretische erzeugte menge eine gutschrift bei der stromrechnung vum ew. auch soll diese investition zu 100% steuerlich abgezogen werden könne.weiter muss das bewilligungsverfahrer verheinheitlicht und einfacher gemacht werden.