Luzern

26. Oktober 2010 23:20; Akt: 27.10.2010 12:08 Print

Milieukönig soll Vermieter mit Tod bedrohen

von Daniela Gigor - Der Streit um das Bordell im Haus Krienbrücke eskaliert: Der Besitzer gibt an, er werde mit dem Tod bedroht, weil er den Puffbetreiber rauswerfen möchte.

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Der Grund des Streits: Das Bordell im «Brüggli». (ras)

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Vor zehn Jahren hat Max Willi das Wohn- und Geschäftshaus Krienbrücke in Luzern dem bekannten Milieukönig Urs W. Gehrig vermietet. Knapp drei Jahre später gerieten sich die beiden Parteien wegen einer Bauabrechnung in die Haare. In der Folge kündigte Willi erstmals den Vertrag. Seither wehrt sich Gehrig mit allen ­juristischen Mitteln gegen einen Auszug. Letztmals erhielt er vor zwei Wochen vor der Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht des Kantons Luzern Recht. Darüber ärgert sich Willi: «Obwohl Gehrig gegen mich und mein Umfeld immer ­wieder Todesdrohungen ausspricht, gewichten die Behörden das Mietrecht höher als unsere Sicherheit.» Die Schlichtungsstelle schrieb dazu, dass die Vor­würfe nicht in ihre Zuständigkeit fallen.

Gehrig bestreitet die Drohungen. «Max Willi hat die Drohungen erfunden. Der gute Mann ist nur sauer, weil er vor Gericht verloren hat.» Wie dem auch sei: Weil Max Willi die Schlichtungsbehörde auf die angeblichen Morddrohungen schriftlich aufmerksam machte, wurde für die Verhandlung aus Sicherheitsgründen die ­Luzerner Polizei aufgeboten.

Vertreten wird der Milieu­könig vom Emmer Anwalt Thomas Willi (nicht verwandt mit Max Willi). Thomas Willi ist ausserdem Gemeindepräsident und sitzt für die CVP im Kantonsrat. Er sieht in seinem Mandat kein Problem: «Ich führe lediglich meine Arbeit in einem Mieterstreit nach bestem Wissen und Gewissen aus.» Von Morddrohungen gegen den Vermieter und sein Umfeld wisse er nichts.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • P.Bassi am 28.10.2010 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ich lach mich kaputt

    Wenn ich Namen wie Gehrig höre und Morddrohungen.. lol Mussich lachen.. Zu dem, ein Besitzer eines Hauses ist nie ein Besitzer auf einem Boden der Jemandem gehört ;) Seit nett, bald kommen die Russen dann gehört euch beiden Nichts mehr ;)

  • leider anonym am 28.10.2010 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Milieukönig

    habe jahrelang für den "Milieukönig" in leitender Position gearbeitet und glaube sofort an die von ihm ausgesprochenen Drohungen gegen Willi Max. Nur macht er sich selber nie die Finger schmutzig sondern schiebt andere vor. Mit soviel Finanzkraft im Rücken ist dies auch kein Problem. Werde demnächst ein Buch unter dem Titel "vom Bordel ins Irrenhaus" veröffentlichen in dem ich unter anderem auch die Milieu Szene in Luzern durchleuchte.

  • Marie-Louise Amgarten am 27.10.2010 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch politisch

    Es dürfte interessant sein, wie ein CVP-Politiker, Gemeinderat einer Grossgemeinde, Anwalt und fünfacher Familien-Vater zu dieser Klientschaft kommt. Weiter dürfte für die Oeffentlichkeit von grossem Interesse sein, wie eine Schlichtungsstelle vor Morddrohungen Abstand erklären kann, handelte es sich dabei wohl um Kündigungsgründe.Ist diese Stelle nicht in der Lage, Beweise zu werten und entsprechend zu urteilen, so hätte diese andere Staats-Organe zur Abklärung beiziehen müssen. Die Sicherheit eines jeden Bürgers geht vor.Hier drängt sich einem der Verdacht einer politischen Verflechtung auf

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hugo Kaufmann am 29.10.2010 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr bedenklich

    Bedenklich, dass ein CVP-Mann und Gemeindepräsident eine solche Klientèle vertritt, die Schlichtungsstelle diesen Puffbetreiber schützt und die Polizei auch nur tatenlos zusieht.

  • P.Bassi am 28.10.2010 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ich lach mich kaputt

    Wenn ich Namen wie Gehrig höre und Morddrohungen.. lol Mussich lachen.. Zu dem, ein Besitzer eines Hauses ist nie ein Besitzer auf einem Boden der Jemandem gehört ;) Seit nett, bald kommen die Russen dann gehört euch beiden Nichts mehr ;)

  • leider anonym am 28.10.2010 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Milieukönig

    habe jahrelang für den "Milieukönig" in leitender Position gearbeitet und glaube sofort an die von ihm ausgesprochenen Drohungen gegen Willi Max. Nur macht er sich selber nie die Finger schmutzig sondern schiebt andere vor. Mit soviel Finanzkraft im Rücken ist dies auch kein Problem. Werde demnächst ein Buch unter dem Titel "vom Bordel ins Irrenhaus" veröffentlichen in dem ich unter anderem auch die Milieu Szene in Luzern durchleuchte.

  • Martina Bolliger am 27.10.2010 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Skandal im Sperrbezirk...

    Einmal mehr kann man nur Staunen über Luzern und dessen Gerichtsbarkeit. Weiter zweifelhaft finde ich einen CVP-Politiker und amtierenden Gemeindepräsidenten einer Gross-Gemeinde, welcher von der Wahrheit abzuweichen scheint. Meines Wissens, wurde Thomas Willi über jeden Vorfall seines Klienten Gehrig schriftlich orientiert. Skandalös....

  • Bernard S. am 27.10.2010 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Abbruch

    Lieber Stadtrat, da wäre doch noch so ein altes Gebäude. Dieses ist zuwenig modern und müsste abgebrochen werden. Es gibt sicher einen Stadtrat der dies verantworten könnt. Also bitte keine Hemmungen, das ist die Gelegenheit ein Altes Haus zu ersetzen. Der Streit wärte auch schon gelöst.