Luzern

09. Juli 2014 15:36; Akt: 09.07.2014 16:19 Print

Missbrauch aufgedeckt – IV sparte 3,3 Millionen

Die IV-Stelle Luzern hat 13 Personen ermittelt, die durch Falschangaben an Leistungen kommen wollten. Und: Die Gesuche von Jugendlichen um IV-Leistungen gingen zurück.

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Die IV-Stelle Luzern konnte 2013 1104 Menschen im Beruf wieder eingliedern. (Bild: Colourbox)

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Im letzten Jahr hat die IV-Stelle Luzern 140 Fälle auf Versicherungsmissbrauch geprüft. In zehn Prozent der Fälle oder bei 13 Personen bestätigte sich der Verdacht. Die aufgedeckten Missbrauchsfälle führten insgesamt zu Einsparungen von 3,3 Millionen Franken. Der Betrag ist hochgerechnet auf Zahlungen, die die IV-Stelle hätte leisten müssen.

Die IV-Stelle Luzern registrierte im letzten Jahr 13'490 Bezüger von IV-Renten, Hilflosenentschädigung oder IV-Taggeldern. Die Tendenz ist leicht rückläufig. Insgesamt bezahlte sie 333 Millionen Franken an Leistungen aus, wie aus dem am Mittwoch publizierten Jahresbericht hervorgeht.

Die IV-Stelle bemühte sich in 2404 Fällen um berufliche Eingliederung – bei 1104 Personen gelang dies. Das sind 5,5 Prozent mehr als 2012.

Die Erfolgsquote bei der Eingliederung lag bei 46 Prozent. Es gebe mehr Unternehmen, die Menschen mit gesundheitlicher Einschränkung vorurteilsfrei gegenüberstünden, heisst es in einer Mitteilung der IV-Stelle.

Nicht mehr psychisch Kranke mit IV

In Luzern nicht bestätigt hat sich der schweizweite Trend hin zu mehr jungen IV-Bezügern mit psychiatrischer Diagnose. In Luzern ging die Gesamtzahl der Gesuche von Jugendlichen um 54 auf 1522 leicht zurück.

Es handle sich um Schwankungen, die sich nicht beeinflussen liessen, schreibt die IV-Stelle. Die Anzahl der bei der Geburt naturgegebenen Gebrechen nehme von Jahr zu Jahr zu oder ab.

Die IV-Stelle Luzern beschäftigt 167 Personen. 22 davon sind ärztliche Mitarbeiter.

(dag/sda)