Neue ÖV-App

03. März 2015 16:06; Akt: 03.03.2015 17:09 Print

Mit dem Smartphone und zwei Klicks zum Billett

ÖV-Kunden in Luzern, Ob- und Nidwalden können neu ihr Billett auf ihrem Smartphone lösen. Vorbild ist Basel, wo bereits positive Erfahrungen gemacht wurden.

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«Bubi eifach» soll die neue ÖV-Ticket-App laut VBL zu bedienen sein. Ab sofort kann man im Tarifverbundgebiet Passepartout (Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden) per Smartphone und zwei Klicks sein Bus- oder Bahnbillett kaufen – egal ob Kurzstreckenticket, Zonenticket, Tageskarten oder Spezialbillette. Mit Mastercard, Visa oder Postfinance Debit Card kann der Kunde bezahlen – der Kaufvorgang kann mit einem Passwort abgesichert werden. Die Quittung kann man sich je nach Bedürfnis per E-Mail zukommen lassen. Die App berechnet automatisch den besten Tarif vom Abfahrts- bis zum Zielort; und wer der Name der Zielhaltestelle nicht kennt, kann diese mit der Funktion «Suche nach Ortschaft/Haltestelle» schnell finden. Die Tickets erscheinen optisch wie die ausgedruckten auf dem Screen und sie sind genau gleich teuer und gleich lang gültig wie herkömmliche Tickets.

Die VBL reagieren mit der Möglichkeit, per Smartphones Tickets für Bus, Bahn und Schiff in der Innerschweiz zu kaufen, auf die steigende Nutzung von Smartphones. Zusammen mit den Partern des ÖV im Tarifverbund Passpartout wurde die App lanciert. «Wir wollen mit der Vereinfachung die Nutzung des ÖV fördern», sagte Norbert Schassmann, Direktor der VBL, am Dienstag an einer Medienorientierung.

Basel macht positive Erfahrungen

Eine vergleichbare Anwendung gibt es bereits bei der Baselland Transport AG (BLT). Im Baselbiet kann man bereits seit letztem Sommer das Ticket über das Mobiltelefon beziehen – die Erfahrungen dort seien äusserst positiv, so Schassmann.

Einfache Kontrolle möglich

Wer mit dem App sein Billett kauft, sieht auf seinem Handy, wie lange das Ticket gültig ist. Verfällt die Gültigkeit, ändert das virtuelle Ticket seine Farbe – von grün auf rot. Dies sei vor allem für die Billetkontrolleure hilfreich, weil rasch ersichtlich ist, ob der Fahrgast im Besitz eines gültigen Tickets ist oder nicht. Beat Nater, Leiter Betrieb und Markt sagt: «Unser Zielpublikum sind gelegentliche ÖV-Nutzer, welche nicht im Besitz eines Generalabonnements oder eines Passepartout-Abos sind.» Insgesamt könne man pro Reise acht Tickets lösen, mit dem Smartphone kann man also für die ganze Familie einen Ausflug buchen.

Die Entwicklungskosten hätte man mit zirka 100'000 Franken tief halten könnnen. «Wir werden finanzielle Mittel zukünftig einsparen können, wenn wir weniger Billetautomaten brauchen werden und sich die App etabliert hat», betont Nater.

App kostenlos herunterladen

Das App steht im App Store (iOS) und im Google Play Store (android) kostenlos zum Download bereit und ist in Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar.

(pz)