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24. November 2019 15:05; Akt: 24.11.2019 15:05 Print

SBB feiern die neusten Superzüge

Am Samstag stellten die SBB und ihre Partner die neusten Züge für den internationalen Verkehr vor. Darunter das neue Paradepferd am Gotthard, der Giruno. Er hat geschlechtergetrennte WCs.

Die SBB feiern in Zürich die neuen Superzüge, die bald durch die Schweiz fahren. (Video: SDA)
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Gemeinsam haben die SBB, DB, SNCF, TGV Lyria und Trenitalia am Samstag in Zürich ihre neusten Züge für den internationalen Verkehr vorgestellt. Die Kapazitäten auf den wichtigsten Achsen aus der Schweiz und aus den Nachbarländern in die Schweiz werden deutlich ausgebaut. Zudem gibt es eine Premiere was die Toiletten betrifft.

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Die Partnerbahnen wollen damit der Entwicklung und der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie der gestiegenen Nachfrage Rechnung tragen, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Die vier europäischen Partner hätten das Ziel, die Zahl der Verbindungen zu erhöhen und die Reisezeit zu verkürzen. Gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wollten die SBB zudem den Nachtzugverkehr von und nach der Schweiz weiterentwickeln.

Im Giruno-Zug gibts ein WC nur für Männer

Im Dezember geht es los

Auf der Gotthardachse wird ab Dezember 2019 der neue internationale Fernverkehrszug Giruno der SBB nach Lugano und Chiasso verkehren, und ab Frühling 2020 erfolgt ein schrittweiser Einsatz bis Mailand. Auch der Giruno bietet den Reisenden kostenloses WLAN an. Der Giruno ist der erste internationale Fernverkehrszug der SBB mit Niederflureinstieg für Italien, die Schweiz und Deutschland. Der Giruno ist zudem der erste Zug der SBB mit nach Geschlechter getrennten Toiletten. Das Konzept mit gemischten sowie geschlechtergetrennten Toiletten haben die SBB nach Gesprächen mit ausländischen Bahnen und einer Marktforschung in die Planung aufgenommen. Pro Zug gibt es drei Männer- und drei Frauen-WCs, drei Unisex-Toiletten und zwei rollstuhlgängige Toiletten.

Die SBB und Trenitalia werden ab 2021 neben Mailand und Venedig auch weitere Verbindungen nach Italien anbieten. Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels werden die Fahrzeiten nach Italien deutlich verkürzt.

Die neuste Generation von Hochgeschwindigkeitszügen der DB, ersetzen die seit rund dreissig Jahren im Einsatz stehenden ICE-Züge der ersten Generation. Der ICE 4 bietet den Reisenden kostenloses WLAN, mit dem ICE Portal ein On-Bord-Unterhaltungsportal sowie in der 1. Klasse einen Service am Platz und Gratiszeitungen an.

Kapazität um 20 Prozent erhöht

Mit der neuen Flotte der ICE 4 könne die Kapazität gegenüber dem bisherigen ICE 1 um 20 Prozent erhöht werden, heisst es in der Mitteilung. Der ICE 4 überzeuge mit viel Platz für Gepäck, einem Bordrestaurant sowie einem grosszügigen Familien- und Kleinkindbereich, Reisende mit Mobilitätseinschränkungen profitierten von der barrierefreien Gestaltung.

Nach Paris verkehren die doppelstöckigen Züge von TGV Lyria (507 Sitzplätze in Einzelkompositionen, 1024 Sitzplätze in Doppelkompositionen) ab Zürich täglich sechs Mal im Zweistundentakt in beiden Richtungen.

Ebenfalls bereits ab Dezember 2019 setzt TGV Lyria auf den Strecken von Zürich, Lausanne und Genf nach Paris komplett erneuerte TGV-Doppelstockzüge ein. Die heute zwischen der Schweiz und Frankreich verkehrenden einstöckigen Züge von TGV Lyria werden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 ersetzt und das Angebot ausgebaut.

(sda)