Expansion in Luzern

20. Februar 2015 05:56; Akt: 20.02.2015 05:56 Print

Mobility wächst – und sucht dringend Parkplätze

Gegen 4000 Luzerner nutzen regelmässig Mobility – und es werden immer mehr. Private und Firmen sollen dem Unternehmen nun helfen, neue Standorte zu finden.

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In der Stadt Luzern gesucht: Mobility-Standplätze. Etwa hier am Pilatusplatz möchte Mobility weitere Fahrzeuge anbieten können. (Bild: 20 Minuten/gwa)

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Mobility ist eine Erfolgsgeschichte – auch in Luzern: Seit Jahren wächst die Genossenschaft. 2009 nutzten 3200 Kunden das Carsharing, heute sind es 700 mehr – Tendenz steigend. In der Stadt gibt es derzeit 92 Mobility-Autos an 40 Standorten, doch allmählich werden das zuwenig.

«Carsharing wird immer beliebter. Nun sucht die Genossenschaft nach neuen Standorten», heisst es in einer Mitteilung, die Mobiltiy am Donnerstag verschickte. Das sei aber nicht einfach: «Parkplätze in Städten sind extrem begehrt und entsprechend rar», weiss Unternehmenssprecher Patrick Eigenmann. «Deshalb hoffen wir auf Rückmeldungen und Angebote von Privatpersonen oder Firmen.»

Gefragt sind neue Standorte in der Stadt Luzern nahe der ÖV-Haltestellen Pilatusplatz, Breitenlachen, Bundesplatz und Paulusplatz. «Unsere Kunden verbinden meistens das Carsharing mit ÖV, deshalb müssen die Parkplätze in der Nähe dieser Stationen liegen», erklärt Eigenmann.

Noch viel Potential vorhanden

Die neuen Parkplätze sollten im Umkreis von 100 Metern rund um die genannten ÖV-Haltestellen liegen. Zudem müssen sie problemlos auffindbar, rund die Uhr nutzbar und oberirdisch gelegen sein. Eigenmann: «Idealerweise sind sie in Sichtweite der Busstationen.»

Eigenmann glaubt, dass noch viel Potenzial auf dem Markt vorhanden ist, vor allem bei jungen Menschen und Firmen. Wie stark die Nutzerzahl noch ausgebaut werden könne, sei jedoch nicht genau zu beziffern. Bereits heute nutzen 3900 Stadtluzerner Mobility.

Catch a Car auch in Luzern?

In Basel wurde im August 2014 das erste stationsungebundene Carsharing-Angebot der Schweiz gestartet. Die Autos haben keine festen Standplätze, sondern dürfen auf dem ganzen Stadtgebiet abgestellt werden. Eine Smartphone-App verrät den Kunden, wo das nächste freie Fahrzeug steht.

Die zweijährige Pilotphase möchte das Unternehmen nutzen, um verschiedenste Erfahrungen zu sammeln. «Wir wollen herausfinden, welche Voraussetzungen eine Stadt mitbringen muss, damit Catch a Car wie gewünscht funktioniert.» Später sei es das Ziel, das Angebot auch in andere grosse Schweizer Städte auszuweiten – auch in Luzern.

(pz)