Luzern

26. Dezember 2011 22:28; Akt: 26.12.2011 20:51 Print

Musikstudenten werden für Partys vermittelt

von Matthias Giordano - Die Luzerner Hochschule für Musik vermittelt ihre Studenten für jede Art von Anlässen. Einige Veranstalter wollen dies ausnutzen – auf Dumpinglöhne lassen sich die Studis aber nicht ein.

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Kontrabassstudent Marc Jenny (l.) bietet seine Dienste mit der Band Honey Pie an.

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Ob Hochzeit, Bankett oder Vernissage: Wer eine Band sucht, wird möglicherweise bei der Hochschule Luzern – Musik fündig. Auf ihrer Website kann der gewünschte Stil eingeben werden, um so geeignete Kandidaten zu finden. Eine von ihnen ist die 25-jährige Sängerin Mirjam Heggendorn, die ihre Dienste gleich mit zwei verschiedenen Bands ­anbietet. «Diese Auftritte sind ideal, um das magere Studentenbudget ein wenig aufzupeppen», sagt Heggendorn. Die Vermittlung erfreue sich besonders in der Weihnachts- und Silvesterzeit grosser Beliebtheit. «Im Dezember werden wir häufig gebucht, da viele Firmen Feiern veranstalten.»

Allerdings versuchen Veranstalter immer wieder, die Studenten zu Dumpinglöhnen anzustellen. «Ein paar sehen in uns eine Billigvariante, da wir noch in Ausbildung sind», sagt Heggendorn. Unter 200 Franken pro Person seien ihre Bands jedoch nicht zu ­haben. Davon kann auch Kontrabassstudent Marc Jenny (35) von der Partyband Honey Pie ein Lied singen: «Viele Leute haben einfach naive Vorstellungen. Aber dass sogar Grossbanken für ihre musikalische Unterhaltung lediglich 500 Franken budgetieren, grenzt schon fast an Ignoranz.»

www.careers.hslu.ch

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valnes am 27.12.2011 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Budget oder Ignoranz?

    Wenn 500.- zur Verfügung stehen, dann müssen eben 500.- reichen. Für das Geld kriegt man dann halt nicht ein ganzes Kammerorchester, sondern halt nur einen Alleinunterhalter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Valnes am 27.12.2011 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Budget oder Ignoranz?

    Wenn 500.- zur Verfügung stehen, dann müssen eben 500.- reichen. Für das Geld kriegt man dann halt nicht ein ganzes Kammerorchester, sondern halt nur einen Alleinunterhalter.