Luzern

02. Februar 2011 22:45; Akt: 02.02.2011 22:45 Print

Mutter filmte Tochter bei Zigikauf

von Matthias Giordano - Eine Mutter filmte ihre Tochter (14) beim Kauf von Zigaretten im Luzerner Bahnhof und ging zur Polizei. Diese klärt nun ab, wer sich strafbar machte.

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Vladyslava Rozit filmte ihre Tochter beim Zigarettenkauf. (Stefanie Nopper)

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Als Vladyslava Rozit erfuhr, dass ihre 14-jährige Tochter raucht, stellte sie sie zur Rede. «Sie erklärte mir, dass sie und ihre Kolleginnen die Zigaretten immer im Speedy Snacks im Luzerner Bahnhof kaufen», so die Pflegefachfrau. Am letzten Sonntag gab sie ihrer Tochter 10 Franken, um sich nochmal Zigaretten zu kaufen. «Ich habe das Ganze gefilmt und das Geschäft damit konfrontiert», sagt Rozit. Die Reaktion sei eine magere Entschuldigung gewesen. Danach ging sie zur Polizei. Was die gebürtige Russin dort zu hören bekam, konnte sie kaum glauben: «Die Polizisten beschuldigten mich, dass ich meine Tochter zum Kauf angestiftet habe, indem ich ihr das Geld dafür gegeben habe.» Zudem wurde sie darauf hingewiesen, dass das Filmen im Bahnhof verboten sei. Zu diesen Vorwürfen wollte sich ­Richard Huwiler, Sprecher der Luzerner Polizei, gestern nicht äussern. «Wir haben die Angaben der Frau aber entgegengenommen. Wer und wie even­tuell strafbare Handlungen ­beging, wird nun abgeklärt.»

Martin Schmidli, Geschäftsführer des Shops, klärte die Vorwürfe mit der Verkäuferin. Diese habe sich nach dem ­Alter des Mädchens erkundigt. «Das Mädchen hat gesagt, dass es ­15 sei und die Zigaretten für seine Mutter kaufe, die hinter ihr stand.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nichtraucher am 03.02.2011 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Testkäufe

    Angenommen das Kalkül der Mutter ginge auf, d.h. die Verkäuferin würde verurteilt, ist dann die Tochter ab Urteilsverkündung defintiv Nichtraucherin? Organisierte Testkäufe von Jugendlichen sind ohnehin fragwürdig, die Verantwortung auf das Verkaufspersonal abzuschieben ist mehr als nur billig, die Erziehungsgewalt (Verantwortung) gehört zu Recht den Eltern.

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  • Stefanie Huwyler am 03.02.2011 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    völlig daneben!

    Die Angestellten der Bahnhofshops haben schon einen genug anstrengenden Job, als dass eine paranoide Mutter sie auszutricksen probieren muss! Wenn die Tochter raucht, sollte sie die Verantwortung bei sich selbst suchen und nicht bei der Verkäuferin! Ausserdem, natürlich gibt die Angestellte die Zigis wenn die Mutter hinter der Tochter steht! Völlig daneben, solche Mütter!

  • Andi am 04.02.2011 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Sie wollte es allen zeigen!

    Die Mutter hat ihre Tochter dazu beauftragt Zigaretten zu kaufen, damit sie beweisen kann, dass an Minderjährige schon Zigaretten verkauft werden !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peschä am 04.02.2011 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötiges Theater

    Man kann sowieso nicht verhindern, dass Jugendliche rauchen. Wenn sie die Zigaretten selber nicht kaufen können, lassen sie sich diese halt von älteren Kollegen besorgen. Durch Verbote werden die Zigaretten eher noch interessanter als nötig. Besser wäre es, dafür zu sorgen, dass Jugendliche Zigaretten "uncool" und "spiessig" finden - das ist allerdings auch leichter gesagt, als getan. Und warum gibt's eigentlich ein Filmverbot im Bahnhof?

  • Andi am 04.02.2011 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Sie wollte es allen zeigen!

    Die Mutter hat ihre Tochter dazu beauftragt Zigaretten zu kaufen, damit sie beweisen kann, dass an Minderjährige schon Zigaretten verkauft werden !

  • Nichtraucher am 03.02.2011 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Testkäufe

    Angenommen das Kalkül der Mutter ginge auf, d.h. die Verkäuferin würde verurteilt, ist dann die Tochter ab Urteilsverkündung defintiv Nichtraucherin? Organisierte Testkäufe von Jugendlichen sind ohnehin fragwürdig, die Verantwortung auf das Verkaufspersonal abzuschieben ist mehr als nur billig, die Erziehungsgewalt (Verantwortung) gehört zu Recht den Eltern.

    • Kuscheljustizkritisierer am 03.02.2011 22:52 Report Diesen Beitrag melden

      3x schuldig!!!

      Das ist eine saublöde Begründung. Vermutlich machen sich hier alle beteiligten Leute strafbar. Dann sollen aber auch alle gebüsst werden. Die Mutter die gefilmt hat, die Tochter die noch zu jung ist für Zigaretten und die Verkäuferin die die Zigaretten verkauft hat. 3x schuldig!!!

    • emmdee am 04.02.2011 06:52 Report Diesen Beitrag melden

      Verantwortung

      Schon etwas befremdend, dass überall da Entschuldigungen und Ausreden gesucht werden; wo Handlungsbedarf angesagt ist. Auf der Strasse werde ich gebüsst, wenn ich zu schnell unterwegs bin; auch wenn's schlussendlich netto 1 km/h ist. Man riskiert sogar eine Mahnung (inkl. Spesen), wenn man z.B. eine Rechnung nicht pünktlich zahlt. Es geht nicht darum Verantwortliche zu suchen, sondern sich in der Gesellschaft darum zu bemühen, dass (nötige) Gesetze eingehalten werden, und wenn unvermeidlich, sogar mit Hilfe der Obrigkeit ........

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  • Jery Bigi am 03.02.2011 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Zeit für anderes?

    Habe die Leute nichts besseres zu tun? Wenn die Tochter die Zigis nicht bekommen hätte, hätte sie sicher jemand anders für sie gekauft. Haben wir nicht grössere Probleme?

  • Kimi am 03.02.2011 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    ???

    Da diese Frau selber nicht in der Lage ist ihrer 14jähriger Tochter Grenzen zu setzen sollen andere den Kopf hinhalten? Ich bin selber Mutter von fünf Teenagern und denke es liegt in meiner Verantwortung dafür zu sorgen was meine Kinder tun und lassen sollen! Dasselbe gilt auch für den Konsum von Alkohol!