Bannalp NW

30. Juli 2019 08:29; Akt: 30.07.2019 09:43 Print

Nach Kuh-Attacke auf Alp gilt jetzt ein Hundeverbot

Die Behörden reagieren auf den tödlichen Angriff einer Kuhherde auf der Bannalp auf einen Hund, bei dem auch ein Wanderer verletzt wurde.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nachdem auf der Bannalp im Kanton Nidwalden ein Hund von einer Kuhherde zu Tode getrampelt worden ist, gilt in dem Wandergebiet ein Hundeverbot. Der Wanderweg ist wieder geöffnet.

Begegnung zwischen Hund und Kuh ist ein Risiko

Die Gemeinde Wolfenschiessen teilte mit, dass am Montag die Verantwortlichen des Wanderwegs, der Älpler und die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft die Situation beurteilt hätten. Demnach habe sich die Viehherde so weit beruhigt, dass für Wanderer keine besondere Gefährdung mehr bestehe. Bei der Begegnung mit einem Hund gebe es jedoch noch immer ein grosses Risiko.

Weitere Massnahmen folgen

Die Gemeinde entschied, dass der Wanderweg zwischen Bannalp-Chrüzhütte und der Bannalper Schonegg für Personen wieder freigegeben wird. Aus Sicherheitsgründen gelte jedoch auf dem Wanderweg bis Ende Alpsommer, also bis etwa Ende September, ein Hundeverbot. Die Gemeinde kündigte zudem für die nächste Wandersaison Massnahmen an.

Älpler verlangte das Hundeverbot

Der Zwischenfall hatte sich am 22. Juli ereignet. Eine vierköpfige Wandergruppe war mit zwei Hunden unterwegs, als sich ihr eine Mutterkuhherde bedrohlich näherte. Einer der Hundehalter kam samt Hund unter die Herde. Der Mann wurde verletzt, der Hund wurde zu Tode getrampelt. Die Gemeinde Wolfenschiessen sperrte darauf den Wanderweg.

Älpler Bruno Kälin hatte bereits kurz nach der Attacke ein Hundeverbot gefordert. Er sagte zu 20 Minuten, er habe noch nie gesehen, dass seine Kühe so verstört reagiert hätten.

Und Tierpsychologin Tamara Fretz sagte: «Kühe und Hunde vertragen sich nicht immer gut. Der Hund ist als ehemaliger Wolf eine Bedrohung für die Kälbchen.»

(20 Minuten/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andrea Diethelm am 30.07.2019 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genügend andere Wege!

    Richtig so! War jahrelang selbst Hundehalter und es gibt genügend Wege die man laufen kann! Dieses Revier gehört den Kühen und das sollte man respektieren, um solche Vorfälle zu vermeiden.

    einklappen einklappen
  • Gero F am 30.07.2019 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Biker Verbot

    Gut so. Jetzt sollte noch das Biker Verbot generell auf Alpweiden folgen.

    einklappen einklappen
  • Mario S am 30.07.2019 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überlegen

    Bin nicht für Verbote aber gut so. Und nein nicht die Kuhherde hat sich den Wandern genähert sondern umgekehrt. Wahr auch schon in einer solchen Sitaution nur ist mit sehr bald klar geworden das ich besser einfach umdrehe wenn dich 5-6 Kühe anstarren und langsam aber geschlossen auf dich zulaufen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hunde am 06.08.2019 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbot für

    Ich finde auch das Hunde die man frei laufen lässt auf Wanderwegen nichts verloren haben! Die Alpen gehören im Sommer den Kühen und wenn die Weide abgesperrt ist sind die Wanderer selber schuld wenn etwas passiert.

  • Hermann Ostermayer am 01.08.2019 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Kühe sind wunderbare Tiere

    seit 40 Jahren fotografiere ich Kühe, aller Rassen, vom Kälbchen bis zum Stier auf den Alpen. Von sich aus einfach zum Spass wird keine Kuh "wild" und aggressiv. Mit Hunden Kühe meiden, alternative Routen wählen. 30 Min Umweg ist schneller, als sich von Verletzungen erholen! Auch ohne Hunde ganz langsam tun - die Begegnung geniessen. Den Kühen - viel - Zeit geben und sich von denen beschnuppern lassen, bis sie merken, man ist harmlos. Ganz schlecht ist, wie ein Wilder durch ihr Territorium rennen und meinen, man könne so "die Gefahr" verkürzen. Ich wünsche allen gute unfallfreie Wanderungen.

  • NP am 31.07.2019 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsinnig

    Wieso gibt es überhaupt Wege durch Kuhweiden?...Die Tiere werden doch nur so gestört und wollen ihre Kälber beschützen.

    • (genervter)Beobachter am 17.08.2019 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @NP

      Gab es die Wege denn vielleicht schon lange vor den Kuhweiden???

    einklappen einklappen
  • Schämu am 31.07.2019 14:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man muss sich schon fragen wieso

    Alles Zeiterscheinungen die es früher nicht gab! Mutterkuhherden gibt es immer wie häufiger was früher kaum noch war und Freizeitgestaltung nehmen immer mehr zu die die Natur in Anspruch nehmen. Irgendwann verträgt sich das ganze nicht mehr und Konflikte sind vorprogrammiert. Ist auch so mit Biker, Schneeschuhsportler oder Paragleiter. Jeder will sein Anspruch nutzen nur ist unser Raum in der Schweiz zu klein geworden, kein Wunder bei dieser Volksdichte.

  • Frau53 am 31.07.2019 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    Kuhrasse bezogen

    Ein Verbot ist hier womöglich angebracht. Allerdings mehr wegen der Rasse an weidenden Tieren. Wenn es sich bei dem Vorfall mit dem Hund um die abgebildete gehandelt hat, ist es ohnehin besser diese zu meiden. Angus Muttertiere sind aggressiver als bspw. ein Schweizer Grau Vieh. Wir sind den ganze Sommer jeweils unterwegs auf Alpbetrieben, wandern durch Weiden und noch nie hatten wir das Gefühl einer Bedrohung durch Kühe. Gerade gestern sind wir durch eine Mutterkuhherde gelaufen, auch Hunde aus einer anderen Wandergruppe waren dabei. Die Simmentaler Kühe schenkten uns keine Beachtung.