04. April 2005 23:34; Akt: 04.04.2005 23:47 Print

Nach der Zerstörung der Plakate die Morddrohung

Die Aktionen gegen den Erotik-Markt Littau haben eine neue Dimension erreicht. Besitzer Patrik Stöckli hat eine Morddrohung erhalten.

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Der Umschlag traf gestern in der Littauer Erotik-Markt-Filiale ein. Versehen war er mit der Anschrift «an den Hurensohn Patrik Stöckli», wie der 47-jährige Erotik-Unternehmer bestätigt. Im beigelegten Brief wird Stöckli als «Schwein», «Vergewaltiger» und «Menschenhändler» tituliert.

Und dick unterstrichen folgt: «Was die Gerichte längst hätten tun müssen, das haben wir getan: Wir haben dich, du Sau, zum Tode verurteilt.»
Unterschrieben ist der handgeschriebene Brief mit «El Lupo». Im Umschlag lag zudem eine Gewehrkugel.

Solche Reaktionen sind neu für Patrik Stöckli: «So massiv wurde ich noch nie bedroht. Ich hab ja nichts verbrochen, zudem bin ich ein guter Steuerzahler.»
Der Vater von drei Kindern mag die Drohung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Er will deshalb die Polizei einschalten. Stöckli: «Es gibt zu viele Spinner und einige davon hatte ich bereits am Telefon.»

Ein Dialog sei mit diesen Leuten aber nicht möglich, zu verblendet seien sie. Er werde nun öfters über die Schulter schauen, sagt Stöckli, denn: «Wer sagt mir, dass sich solche Leute nicht noch als Märtyrer fühlen, wenn sie mich töten?»

(sam)