Getränke für Blüten

28. Januar 2020 14:27; Akt: 28.01.2020 14:33 Print

Mann (27) feiert mit Film-Geld, bis die Polizei kommt

Gleich zwölfmal hat ein Mann in einem Zuger Lokal am Samstagabend mit Falschgeld bezahlt. Bei der Abrechnung fiel der Schwindel auf.

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Fast hätte er die ganze Nacht lang gratis getrunken: In einem Ausgangslokal in der Stadt Zug hat ein Mann in der Nacht auf Sonntag gleich zwölfmal mit einer gefälschten 50-Euro-Note Getränke bezahlt. «Der mutmassliche Täter hatte wohl die Absicht, sich den Ausgang so zu finanzieren», sagt der Sprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, Frank Kleiner, dazu.

Aufgefallen war der Schwindel zu später Stunde bei der Abrechnung, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Dienstag mitteilten. Denn: Auf den Noten findet sich ein Aufrduck mit den Worten «Prop Copy». Dabei handelt es sich um Geld, das etwa bei Filmaufnahmen, Theaterstücken oder auch für Gesellschaftsspiele zum Einsatz kommt. Es wird auch «Movie Money» genannt, bestellen kann man es etwa in China

Einen solchen Aufdruck zu erkennen, ist laut Kleiner nicht immer einfach – besonders, wenn es sich um eine Bar oder einen Club handle: «In einem Ausgangslokal sind viele Leute unterwegs und das Licht ist vielleicht nicht unglaublich gut», sagt er. Da könne es schnell gehen, sodass man einen solchen Aufdruck übersehe.

Falschgeld bei Hausdurchsuchung gefunden

«Die polizeilichen Ermittlungen führten die Einsatzkräfte schliesslich zu einem 27-jährigen, im Kanton Schwyz wohnhaften, Kosovaren», heisst es in der Mitteilung. Bei einer Hausdurchsuchung sei eine weitere gefälschte 50-Euro-Note gefunden worden.

Den mutmasslichen Betrüger hat die Zuger Polizei festgenommen und befragt. Der Mann habe dabei nicht abgestritten, mit dem Falschgeld bezahlt zu haben. Danach wurde der Mann wieder entlassen. Wie der Mann an die gefälschten Noten gekommen ist, sei noch unklar und werde untersucht.

Polizei bittet um «nötige Aufmerksamkeit»

Die Zuger Polizei warnt: Es könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass in den Tagen zuvor bereits gefälschte Noten in Umlauf gebracht wurden. Wenn jemand gleich mit zwölf solchen Falschgeldnoten bezahle, kann dies laut Kleiner darauf hindeuten, dass allenfalls weitere solche Noten eingesetzt wurden. Wer solche «Prop Copy»-Noten besitzt, lässt sich übrigens nichts zuschulden kommen. «Wer das Falschgeld aber in Umlauf bringt, macht sich strafbar. Hierbei handelt es sich nicht um einen Lausbubenstreich», sagt Kleiner.

Die Polizei bittet bei Personal um die nötige Aufmerksamkeit, wenn dieses Geldnoten entgegennimmt. Wer verdächtige Wahrnehmungen mache, solle diese der Zuger Polizei unter 041 728 41 41 melden. «Gerade bei ausländischen Währungen ist Vorsicht geboten», sagt der Sprecher.

(gwa)