E-Bikes

22. März 2011 19:20; Akt: 22.03.2011 20:25 Print

Neue Kurse sollen für mehr Sicherheit sorgen

von Stefanie Nopper - Das E-Bike lockt auch Leute aufs Velo, die seit Jahren nicht mehr auf einem Sattel gesessen sind: ein Sicherheitsrisiko. Pro Velo Luzern bietet nun neu Kurse für angehende Elektrobiker an.

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«Erhöhtes Unfallrisiko»: Daniel Bolliger gibt Sicherheitskurse für E-Bike-Fahrer. (Stefanie Nopper)

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«Geschwindigkeiten über 30 km/h stellen für ungeübte Fahrer ein erhöhtes Unfallrisiko dar», sagt Daniel Bolliger von Pro Velo. Um neuen E-Bikern zu mehr Sicherheit im Strassenverkehr zu verhelfen, organisiert er am 16. April den Kurs «E-Bike-Fahren – aber sicher!». Bolliger, der bereits seit zehn Jahren E-Bike fährt, schult die Kursteilnehmer in Themen wie Linksabbiegen oder Verhalten im Kreisel. Das Ziel: mehr Sicherheit durch vorausschauendes Fahren.

Warum ein solcher Kurs nötig ist, erklärt Thomas Scherer, Vorstandsmitglied von Pro Velo Luzern, so: «Die Annehmlichkeiten eines Elektro-Bikes werden vor allem von den Leuten geschätzt, die jahrelang nicht mehr auf einem Velo gesessen sind.» Diese wüssten aber oft nicht mehr, wie man sich mit dem Velo im Strassenverkehr bewegen muss.

Um das Unfallrisiko von E-Bikes besser einschätzen zu können, führt die Polizei seit Januar eine separate Statistik für E-Bikes. Erste Erkenntnisse stehen aber noch aus. Auch bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) weiss man noch nicht, wie gefährlich die Elektrovelos wirklich sind. «Im Juni 2012 werden wir erste Zahlen dazu haben», so Mediensprecher Rolf Moning von der BfU.