Risch ZG

01. Februar 2011 21:11; Akt: 01.02.2011 23:04 Print

Novartis-Bau nimmt Hürde

Das vom Pharmakonzern Novartis geplante Ausbildungszentrum in Risch ZG ist nach Meinung der Zuger Baudirektion «von der Grundsatzkonzeption her bewilligungsfähig.» Es müssten aber noch gewisse Vorbehalte ausgeräumt werden.

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Der Pharmakonzern Novartis will am Zugersee für über 100 Millionen Franken ein Ausbildungszentrum realisieren. Das «Corporate Learning Center» besteht aus mehreren kleineren Gebäuden und soll 40 Arbeitsplätze schaffen. Entworfen haben das Projekt die Architekten Peter Zumthor (Bau) und der Masoala-Halle-Designer Günther Vogt (Landschaft).

Da das Areal in der Landwirtschaftszone liegt und teilweise gewisse Schutzzonen bestehen, ist das Vorhaben an verschiedene planungs- und baurechtliche Voraussetzungen geknüpft. So müssen der kommunale Richt- und Zonenplan sowie die Bauordnung geändert werden.

Die kantonale Baudirektion kommt zum Schluss, dass das Gesamtkonzept «den topografischen Gegebenheiten differenziert Rechnung» trägt, wie sie am Dienstag mitteilte. Das Seeufer werde dadurch «erheblich» aufgewertet.

Gemeindeversammlung entscheidet im Herbst

Die im Vorprüfungsbericht genannten Vorbehalte könnten ohne grundlegende Änderungen des Projektes ausgeräumt werden, schreibt die Baudirektion. Unter anderem wird verlangt, die Seeuferschutzzone deutlicher vom geplanten Landschaftspark abzugrenzen. Zudem muss die Gemeinde belegen, dass es auf ihrem Gebiet kein eingezontes Land gibt, das als Bauland in Frage käme.

In den kommenden Monaten sollen der Bebauungsplan und die übrigen Planungsgrundlagen überarbeitet werden. Gleichzeitig wird laut Mitteilung die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission zu einer Stellungnahme eingeladen. Im Herbst soll die Rischer Gemeindeversammlung abschliessend über den Bebauungsplan entscheiden.