26-Jähriger verurteilt

25. März 2019 20:57; Akt: 25.03.2019 21:02 Print

Pädophiler stiehlt Kinderkleider und onaniert

von Daniela Gigor - Er verbreitete Kinderpornos, schickte einer 13-Jährigen Penisbilder, fotografierte heimlich Mädchen und stahl aus der Waschküche Kinderkleider. Jetzt ist der Mann verurteilt.

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Ein pädophiler Mann stand vor dem Kriminalgericht in Luzern. (Bild: 20 Minuten)

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Ein heute 26-jähriger Mann hat vor dem Luzerner Kriminalgericht zugegeben, dass er ungefähr seit seinem 14. Lebensjahr zu Hause über das Internet kinderpornografische Dateien herunterlud und diese konsumierte, wie aus dem Urteil hervorgeht.

Er stellte auch unzählige kinderpornografische Dateien anderen Benutzern zur Verfügung, indem er diese verbreitete. Dies schien den Pädophilen aber bald nicht mehr zu befriedigen. Im Dezember 2014 lernte der Mann im Internet ein damals 13-jähriges Mädchen aus Deutschland kennen. Am Anfang ging es in den gemeinsamen Chats um alltägliche Themen.

Selbstbefriedigung per Videotelefon

Als etwas Zeit verging, schickte der Mann dem Mädchen Nacktfotos und Bilder seines Penis zu. Sie antwortete mit Selfies, schickte ihm aber keine Nacktbilder. Er wiederum schickte ihr Videos zu, auf denen er sich selbst befriedigte. Ähnliches machte er auch per Videotelefonie. Wie im Urteil zu lesen ist, kam dies etwa 10 bis 20 mal vor. Im Dezember 2016 oder Januar 2017 brach das Mädchen den Kontakt ab.

Kinderkleider vom Wäscheständer gestohlen

Weiter stahl der Mann in 2016 auf einem Gartensitzplatz in Rothenburg von einem Wäscheständer diverse Kinderkleider. Dies wiederholte sich 2017, als sich der Mann in Rothenburg in eine Waschküche schlich und dort weitere Kinderkleider stahl. Seine Begründung: Es habe ihn gereizt. Er habe sich mit den gestohlenen Kinderkleidern sicher auch mal «einen runtergeholt».

Täter gab alle Vorwürfe zu

Nicht strafbar machte sich der junge Mann damit, dass er heimlich Videos und Fotos von drei jungen Mädchen machte und diese veröffentlichte, weil sie nicht identifiziert werden konnten und weil deswegen keine Strafanträge gestellt wurden.

Der Beschuldigte wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten bedingt verurteilt. Verurteilt ist er wegen der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind, der mehrfachen Pornografie und des mehrfachen Hausfriedensbruchs.

Die Probezeit beträgt fünf Jahre. Zusätzlich wurde eine ambulante therapeutische Massnahme angeordnet. Ein forensisch-psychiatrisches Gutachten hatte eine lebenslange heterosexuelle Pädophilie diagnostiziert. Der Mann war vollumfänglich geständig und verhielt sich während der Strafuntersuchung anständig und kooperativ. Er habe auch gewusst, dass seine Taten verboten sind.