06. April 2005 22:50; Akt: 06.04.2005 22:55 Print

Paintballfarm statt Kühe: Ein Traum wurde wahr

Eine Paintballfarm: Für ihren Traum haben zwei junge Bauern alle 27 Kühe verkauft. Nach zwei Jahren Umbauzeit wird die Freizeitanlage am 23. April eröffnet.

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«Jeder innovative Bauer macht auf Beiz und Hofladen. Wir hingegen haben einen 3-D-Spielplatz auf 1500 Quadratmetern», sagt Adrian Baumann (26). Und sein Zwillingsbruder Eric ergänzt: «Milchwirtschaft bringt zu wenig Geld, deshalb verkauften wir die Kühe und haben umstrukturiert.»

Paintball ist die moderne Version von «Räuber und Poli». Die Munition besteht aus Farbkugeln, die Schusswaffe heisst Markierer. Gespielt wird in zwei gegnerischen Teams. Wer von einer Farbkugel getroffen wird, scheidet aus. Es gibt klare Spielregeln und einen Schiedsrichter, den Marshall. Das Indoor-Spielfeld verfügt über drei Ebenen samt Kellergewölbe. Diese sind über fünf Treppen miteinander verbunden und mit Spezialeffekten ausgestattet. Zudem gibt es ein Outdoor-Feld von 9000 Quadratmetern.

Mit dem Paintballvirus infiziert wurden die Baumanns an der Waffenbörse. Eric: «Wir waren sofort begeistert, kauften eine Ausrüstung und spielten an Turnieren.» Erfolgreich: Eric wurde im Jahr 2000 in Orlando Weltmeister. Trotz Paintball bleiben die Zwillinge der Landwirtschaft treu. Der Hof mit 200 Mastschweinen, 45 «Moren», 36 Hektaren Land und Futtermühle muss weiter bewirtschaftet werden.

(sam)