Luzern

15. Februar 2011 23:20; Akt: 15.02.2011 22:51 Print

Parteien wollen Fettnäpfchen umgehen

von Martin Erdmann - Der Wahlkampf um die Sitze im Luzerner Kantonsrat hat begonnen. Damit die Kandidaten öffentlich wahrgenommen werden und sich nicht blamieren, werden sie gezielt für die Öffentlichkeit geschult.

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575 Kandidaten kämpfen um die insgesamt 120 Sitze im Luzerner Kantonsparlament.

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Das Video ist legendär: FDP-Stadtratskandidat Marco Fischer erklärte 2009, wieso er gewählt werden sollte. Wegen seines unsicheren Auftretens und seiner Piepsstimme bekam der Jungpolitiker aber mehr Spott als Stimmen. Solche Wahlkampfkiller wollen die Parteien jetzt verhindern und schulen deshalb ihre Kandidaten. Auf dem Lehrplan stehen Themen wie öffentliches Auftreten, Umgang mit Medien oder die Nutzung von Facebook und Twitter. «Erfahrene Parteimitglieder haben unseren Kandidaten gezeigt, wie man kommuniziert und in der Öffentlichkeit richtig auftritt», sagt SP-Präsidentin Felicitas Zopfi.

Ähnlich sieht es bei der SVP aus. Diese will nicht, dass sich ihre Anwärter wegen Unwissenheit blamieren. «Unsere Kandidaten sollen nicht über Themen reden, von denen sie nichts verstehen», so Fraktionspräsident Guido Müller.

Bei der FDP setzt man – trotz des Fischer-Videos – weiter auf die neuen Medien. «Nach unserer Schulung können die Kandidaten jetzt mit sozialen Medien umgehen», ist FDP-Präsident Peter Schilliger überzeugt. Nicht ganz unwichtig ist auch Politwissen. CVP-Präsident Martin Schwegler:
«Wir haben allen die wichtigsten politischen Geschäfte erklärt.»

Ob sich die Anstrengungen lohnen, zeigt sich am 10. April: Dann entscheidet das Stimmvolk, welche der 575 Kandidaten einen der 120 Sitze im Parlament ergattern.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Waldi am 18.02.2011 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Fettnäpfchen Littauer Gemeinderat

    Die Wähler können bei den Herbst-Wahlen 2011 Zeichen setzen, und reinen Tisch machen.

  • Larissa am 18.02.2011 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Die CVP will den Ton angeben

    Aber an ernstgemeinten Themen weichen sie immer aus, also keine glaubhafte CVP-Partei, und darum auch nicht wählbar.

  • MF-Supporter am 16.02.2011 06:08 Report Diesen Beitrag melden

    Vote for Marco Fischer

    Die FDP konnte sich 2009 glücklich schätzen, wurde das legendäre Marco Fischer Video erst nach den Wahlen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt! Es wäre wohl naheliegend gewesen, dass die Wähler von SVP, CVP SP und Grünen auf ihre jeweilige Parteiliste noch den Namen von Marco Fischer gekritzelt hätten, um die FDP mit einem neuen Aushängeschild im Parlament zu "beglücken".

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus am 19.02.2011 20:58 Report Diesen Beitrag melden

    2011 IST WAHL- ZAHLTAG - NICHT VERGESSEN

    Die CVP will höhere Autobahn-Vinietten-Gebühren. Es ist an der Zeit, dass entlich die Parlaments-Löhne im BE gekürzt werden, die sollen auch mal etwas zu der Finanzkrise beitragen, und nicht dauernd beim Volk anklopfen.

  • Waldi am 18.02.2011 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Fettnäpfchen Littauer Gemeinderat

    Die Wähler können bei den Herbst-Wahlen 2011 Zeichen setzen, und reinen Tisch machen.

  • Larissa am 18.02.2011 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Die CVP will den Ton angeben

    Aber an ernstgemeinten Themen weichen sie immer aus, also keine glaubhafte CVP-Partei, und darum auch nicht wählbar.

  • Werner am 16.02.2011 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Die CH-Bevölkerung hat ihre Meinung für

    kommenden Wahlen bereits gemacht, da nützen auch die Parteien-Auftritte nicht mehr viel - wir wollen klare Worte, und keine Wischi-Waschi-Politik mehr gedulden.

  • MF-Supporter am 16.02.2011 06:08 Report Diesen Beitrag melden

    Vote for Marco Fischer

    Die FDP konnte sich 2009 glücklich schätzen, wurde das legendäre Marco Fischer Video erst nach den Wahlen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt! Es wäre wohl naheliegend gewesen, dass die Wähler von SVP, CVP SP und Grünen auf ihre jeweilige Parteiliste noch den Namen von Marco Fischer gekritzelt hätten, um die FDP mit einem neuen Aushängeschild im Parlament zu "beglücken".