Pendlerabzug in Schwyz

16. November 2015 12:05; Akt: 16.11.2015 13:05 Print

Pendler müssen tiefer ins Portemonnaie greifen

Die steigenden Ausgaben für die Bahninfrastruktur im Kanton Schwyz haben Folgen für die Pendler. Sie sollen künftig mehr Steuern zahlen.

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Wegen steigenden Ausgaben für die Bahninfrastruktur sollen die Pendler im Kanton Schwyz mehr Steuern zahlen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Der Regierungsrat hat am Montag Teilrevisionen des Gesetzes über den öffentlichen Verkehr und des Steuergesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Anlass ist der 2014 von Volk und Ständen gutgeheissene Bundesbeschluss über die Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (Fabi). Damit wurde auch ein neuer Bahninfrastrukturfonds (BIF) geschaffen.

In den vergangenen fünf Jahren hatte der Kanton Schwyz im Schnitt 7,6 Millionen Franken Investitionshilfen an Transportunternehmungen bezahlt. Ab 2016 wird dieser Betrag wegen des neuen Fonds auf 14,6 Millionen Franken steigen. Die Schwyzer Gemeinden und Bezirke werden gleichzeitig aber nur um 2,7 Millionen Franken jährlich entlastet. Es handelt sich dabei um wegfallende Beiträge an die Infrastruktur der Südostbahn.

Steuereinnahmen sollen erhöht werden

Der Regierungsrat schlägt nun vor, die Belastungen und Entlastungen von Kanton respektive Bezirken und Gemeinden auszugleichen. Die Steuereinnahmen sollen erhöht werden, indem der Pendlerabzug auf 6000 Franken beschränkt wird. Bisher konnten tatsächlich nachgewiesene Fahrkosten in unbeschränktem Ausmass abgezogen werden. Die Neuerung soll sowohl für die Fahrkosten der privaten Verkehrsmittel als auch für den ÖV gelten.

Ausserdem sollen sich Bezirke und Gemeinden stärker an der Abgeltung des regionalen öffentlichen Verkehrs beteiligen. Der Regierungsrat schlägt vor, den Anteil von Bezirken und Gemeinden von 50 auf 57 Prozent zu erhöhen und den Kanton entsprechend zu entlasten. Die Vernehmlassung dauert bis am 20. Januar 2016.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf am 16.11.2015 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten-Einsparung ist gefragt

    und nicht noch Abzockerei - es reicht Frau BR Doris Leuthard - das Volk hat die Nase gestrichen voll.

  • piru86 am 16.11.2015 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer hätte es gewusst?

    Den Mitte-Linken sei Dank! Wer war es der für die FABI Vorlage war?

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  • Rich Kid am 16.11.2015 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit den "Armen"

    So lieber Mittelstand, fahrt gefälligst ÖV damit es auf der Strasse mehr Platz für die Wohlhabenden gibt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus Meienbach am 17.11.2015 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Wer hat denn einen Pendlerabzug von grösser als CHF 6000 abziehen können??

    • Andi am 18.11.2015 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus

      Das ist die einzig vernünftige Frage unter allen Beiträgen. Ich werde beim ausfüllen der Steuerformulare wohl noch einiges lernen müssen...

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  • ACS am 17.11.2015 00:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pro Auto

    Finde ich gut so. Wann kann der Autofahrer wieder mal profitieren?

  • Jacqueline am 16.11.2015 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur nicht sparen!

    Zuerst Radaranlagen und das offen zugestanden um das Defizit zu verkleinern (Kant. St.Gallen). Wahrscheinlich reicht das nicht mehr ......

  • David Krejci am 16.11.2015 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich hab genug

    Arbeiten kann ich mir nicht mehr leisten, ist mittlerweile dank Bundesratte Doris zu teuer. Ergo höre ich auf zu arbeiten, zu pendeln, Steuern zu bezahlen...und lasse mich vom Staat durchfüttern. Bravo Doris, gut gemacht!

    • Markus am 16.11.2015 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @David Krejci

      Ich finde es richtig, dass man nicht Pendlerabzüge von 10'000 machen kann. Sonst soll man umziehen. Ist eh besser, weniger Verkehr, weniger Stau und erst noch besser für die Umwelt.

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  • Herr HelMut am 16.11.2015 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Arme Bürger

    und Politiker bekommen Geld für Essen und Verpflegung wenn Sie mehr als 10km weit weg wohnen, Frechheit is das. allein 150chf nur für Essen pro Tag bekommen die.