Stans

24. April 2016 16:01; Akt: 24.04.2016 16:02 Print

Perverser zwingt Mädchen (16) zu Oralsex

Ein Tamile hat eine 16-jährige bedroht und sie sexuell missbraucht. Nach zwei Tagen Haft kam er frei und wurde gleich wieder straffällig. Nun droht Gefängnis.

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Auch auf dem Dorfplatz belästigte der Täter mehrere Frauen, indem er öffentlich masturbierte und auf den Boden ejakulierte. (Bild: Screenshot Google Street View)

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In Stans hat sich ein junger Tamile strafbar gemacht, nachdem er eine 16-jährige unter Todesdrohungen zum Oralsex gezwungen und mehrere Frauen auf dem Dorfplatz in Stans belästigt hatte. Nun drohen ihm fünf Jahre Gefängnis und die Einweisung in eine Erziehungsanstalt; so will es die Staatsanwaltschaft. Ausserdem droht im die Ausschaffung, wie Zentralschweiz am Sonntag berichtet.

Das Opfer wurde zwei Stunden lang genötigt

Die erste Tat verübte er am 11. Oktober 2015. Ein Mädchen feierte im Jugendhaus Senkel in Stans. Doch der Nachhauseweg wurde für die 16-jährige zum Albtraum: Ihr lauerte der junge Mann auf, sprach sie an, drückte sie an die Wand und küsste sie.

Daraufhin wehrte sich das Mädchen, doch der Täter schlug ihr mit den Fäusten ins Gesicht. Zwar konnte sie fliehen, doch der Täter holte sie wieder ein. Er zerrte sie an den Haaren und schlug sie, bis sie blutend zu Boden fiel. Doch es kam noch schlimmer: Der Tamile drohte ihr mit dem Tode, wenn sie ihn nicht oral befriedige. Vor lauter Angst, kam das Mädchen den Aufforderungen nach.

Ganze zwei Stunden nötigte der Mann sein Opfer. Dieses trug massenhaft Blutergüsse, Schürf- und Quetschwunden an Gesicht und Kopf davon und durchlebte psychischen Horror. Der Beschuldigte wurde daraufhin von der Polizei verhaftet. Er war laut Bericht der Zeitung geständig und es drohte keine Flucht- und Wiederholungsgefahr, weshalb er zwei Tage nach der Tat mit Auflagen wieder auf freien Fuss kam.

Tamile ist ein Wiederholungstäter

Kurz nach seiner Entlassung wurde der perverse Mann aber wieder straffällig. Er belästigte mehrere Frauen auf dem Dorfplatz und an der Hauptstrasse in Stans, indem er vor ihnen masturbierte und auf den Boden ejakulierte. Wieder nahm ihn die Polizei fest und wieder gab der Täter alles zu.

Seit dem 15. November sitzt er nun in Sicherheitshaft. Diese Tage musste er sich vor dem Kantonsgericht für seine Taten verantworten. In einem psychiatrisches Gutachten wird der Tamile als «schwer gestört» eingeschätzt und es wird festgehalten, dass eine «hohe Gefahr für die weitere Begehung sexuell motivierter Gewalt» bestehe.

«Lassen Sie sich vom Erscheinungsbild des schüchtern wirkenden Beschuldigten nicht täuschen. Er nötigte die Frau auf brutale Art und Weise zu sexuellen Handlungen», wurde der Staatsanwalt von der «Zentralschweiz am Sonntag» zitiert, wie er an die Richter appellierte. Der Rechtsanwalt des Opfers verlangt eine Genugtuung von 20'000 Franken, während die Verteidigerin des Täters Antrag auf 18 Monate bedingter Freiheitsstrafe stellt. «18 Monate wären ein Schlag ins Gesicht des Opfers», entgegnete dessen Rechtsanwalt darauf.

Das Gerichtsurteil wird nächste Woche erwartet.

(20 Minuten)