08. April 2005 03:59; Akt: 07.04.2005 22:57 Print

Pnos will bis vor Bundesgericht

Das Luzerner Verwaltungsgericht hat die Beschwerde der Partei national orientierter Schweizer (Pnos) abgelehnt.

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Diese hatte eine Demo-Bewilligung für den 1. Mai beantragt, blitzte beim Luzerner Stadtrat jedoch ab. Jonas Gysin, Vorsitzender der Rechtsaussen-Partei: «Wir werden den Entscheid ans Bundesgericht weiterziehen.» Wo sie auch eine Demo-Bewilligung beantragte, überall erhielt die Pnos bisher Absagen. Ohne Erlaubnis wollen die Nationalisten nicht demonstrieren. «Dieses Jahr kommen wir nicht nach Luzern», bestätigt Gysin.

Was halten sie vom Verbot der Pnos-Demo?

Luca Tratschin, 22, Student

Grundsätzlich ist der 1. Mai eine «linke» Angelegenheit, da verträgt es die Pnos nicht. Das Gedankengut der beiden Seiten ist zu verschieden. Ein Aufeinandertreffen würde unweigerlich zu Konflikten führen.


Manuela Etterlin, 23, Köchin

Ich selber gehe nie an Demos, auch nicht am 1. Mai. Wenn das Verwaltungsgericht mit Konflikten rechnet, dann ist die Absage auch berechtigt. Stellt sich nur noch die Frage, ob sich die Pnos an das Verbot hält.


Pirmin Widmer, 34, Primarlehrer

Alle sollten ihre Meinung kundtun dürfen. Ob der 1. Mai ideal für einen Pnos-Auftritt ist, ist aber fraglich. Zwischen den beiden Seiten fehlt der Dialog. Bisher gab es keine gemeinsame Demo von politischen Gegnern.

Melanie Arnold, 23, Polizistin

Ich befürworte den Entscheid. Ich bin gegen extreme Gruppierungen, egal, aus welcher politischen Ecke sie kommen. Wenn am 1. Mai traditionell Linke demonstrieren, müssen sich Rechte doch nicht einmischen.

Roger Held, 29, Student

Die Absage finde ich in Ordnung, damit werden Randalierer ferngehalten. Auf das Gedankengut der Pnos-Leute hat das keinen Einfluss. Ich bin gegen jede Form von Gewalt, egal ob sie von rechts oder links kommt.