Baar ZG

11. September 2018 09:05; Akt: 11.09.2018 09:19 Print

Polizei erwischt zufällig G-20-Demonstrant

Weil eine Anwohnerin ein verdächtiges Auto gemeldet hatte, rückte die Polizei zu einer Kontrolle aus. Vor Ort stellte sich heraus: Der Halter wird in Deutschland gesucht.

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Beim Neugut in Baar kontrollierte die Zuger Polizei ein verdächtiges Auto und dessen Halter. Dabei stellte sich heraus: Der Mann wird in Deutschland unter anderem wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch anlässlich des G-20-Gipfels vom Juli 2017 in Hamburg gesucht. Im Rahmen des G-20-Gipfels kam es 2017 zu Protesten und Ausschreitungen: Der Schwarze Block während der Proteste. Die wüsten Szenen aus der Vogelperspektive. Hier fliegt Feuerwerk in Richtung Polizei. Die Polizei nahm mehrere Krawalltouristen aus dem Ausland fest. Wasserwerfer standen pausenlos im Einsatz. (8. Juli 2017) Unter den Chaoten befanden sich auch Linksautonome aus der Schweiz. (8. Juli 2017) In den Strassen brannten Barrikaden. (8. Juli 2017) Es gab verletzte Polizisten. (8. Juli 2017) «Grenzenlose Solidarität statt G20»: Rund 15'000 Demonstranten zogen friedlich durch die Innenstadt. (8. Juli 2017) Der Morgen nach der Krawallnacht: Putz-Equipen räumen in Hamburg auf. (8. Juli 2017) Ein demolierter Bancomat. Diese Gegenstände wurden von den Randalierern angezündet. Ein neues Ausmass von Hass und Gewalt: Polizisten führen im Schanzenviertel mehrere Menschen ab. (7. Juli 2017) Spezialeinheiten stürmten das Viertel. (7. Juli 2017) Rund um das Gemeinschaftszentrum der linksautonomen Szene «Rote Flora» brannte es in den Strassen. Im Schanzenviertel brannten Barrikaden. Die Hamburger Polizeiführung forderte Hundertschaften aus anderen Bundesländern zur Unterstützung an. Insgesamt sollen mehr als 20'000 Beamte im Einsatz gewesen sein. (7. Juli 2017) Demonstranten plünderten Geschäfte. Demonstranten hatten ausgerufen, das Schanzenviertel sei eine «polizeifreie Zone». Es kam zu Plünderungen. Radikale Demonstranten zerstörten einen Drogeriemarkt und einen Lebensmittelladen. Krawalle in Hamburg: G-20-Gegner liefern sich Scharmützel mit der Polizei. (7. Juli 2017) Die Demonstranten und die Polizei geraten aneinander. (7. Juli 2017) Die Polizei greift durch: Sie hat mindestens 70 Demonstranten festgenommen. (7. Juli 2017) Die Zugänge zur Elbphilharmonie sind abgesperrt. (7. Juli 2017) Protestierende versammeln sich in der Nähe der Landunsgbrücke. Einzelne Demonstranten versuchen, zur Elbphilharmonie zu gelangen. Die Polizei hat die Zugänge jedoch abgesperrt. (7. Juli 2017) Ungewöhnliche Methode: Die Polizei geht gegen Demonstranten vor. Ein Polizist hat ein Warnschuss abgegeben. (7. Juli 2017) Polizisten rennen durch Rauchwolken. (7. Juli 2017) Die Polizei versucht, G20-Gegner zu vertreiben. (7. Juli 2017) Die Polizei versucht mit Wasserwerfern, die Demonstranten bei der Landunsgbrücke auseinanderzutreiben. (7. Juli 2017) Die Hamburger Polizei hat mindestens 70 Demonstranten festgenommen und 15 in Gewahrsam genommen. (7. Juli 2017) Gipfelgegner sitzen auf der Strasse. (7. Juli 2017) Demonstranten versuchen, die Elbphilharmonie zu stürmen. (7. Juli 2017) Die Polizei riegelt die Zugänge zur Elbphilharmonie ab. (7. Juli 2017) Die Bundespolizei in Niedersachsen, Hamburg und Bremen twitterte Bilder von beschädigten Polizeifahrzeugen mit dem Hinweis, sich von gewalttätigen Chaoten fernzuhalten. (Bild: Twitter/Bundespolizei Nord) Zwischen Demonstranten und der Polizei ist es zu Ausschreitungen gekommen. Ein Auto wurde während der Ausschreitungen angezündet. Krawalle in Hamburg: Die Einsatzkräfte mussten sich auch um diesen brennenden Mülleimer kümmern. Wurfgegenstände werden auf dem Weg eingesammelt. Seifenblasen vs. Wasserwerfer. Mehr als 19'000 Polizeibeamte stehen zurzeit in Hamburg im Einsatz. Dieser Pizzalieferant scheint unberührt von den ihn umgebenden Strassenschlachten. Die Demonstranten warfen Flaschen und andere Gegenstände gegen die Einsatzkräfte. Ein Demonstrant mit klarer Geste gegen die Polizei. Sanitäter tragen einen Verletzten weg. Fertig lustig: Die Bereitschaftspolizei setzt Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein. Die Polizei stürmt die Demo. Die Polizei umzingelt die Demo mit Wasserwerfern. Die Polizei eskortiert die Anti-G-20-Demo durch Hamburg. Ein gigantischer aufblasbarer schwarzer Block wird am Marsch mitgetragen. Teilnehmer des Protests «Welcome to Hell». Man protestiert zu Livemusik. Die Polizei in Hamburg hat alle Kräfte am Fischmarkt vor Beginn des Protests mobilisiert. «Fähren, nicht Frontex»: Mit Bannern und Schildern versammeln sich Tausende. Die Polizisten stehen in Hamburg mit einem Grossaufgebot für allfällige Scharmützel der Demonstranten bereit. Die Polizei vermutet Brandstiftung im Zusammenhang mit dem G-20-Gipfel: Im Stadtteil Eidelstedt brannten in der Nacht acht Luxusautos auf dem Gelände eines Porschehändlers. (6. Juli 2017)

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Das verdächtige Auto stand beim Neugut in Baar, wie es in der Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden heisst. Eine Bürgerin habe das Auto mit deutschem Nummernschild gemeldet. Die Polizei rückte aus und kontrollierte dieses. Während der Kontrolle, die bereits Anfang September stattgefunden hat, sei der gesuchte Fahrer mit einem Mietfahrzeug vorgefahren, um sein Auto abzuschleppen. Gegenüber den Polizisten gab er an, das Fahrzeug habe einen Motorenschaden.

Umfangreiche Abklärungen der Zuger Polizei ergaben, dass der Mann in Deutschland mehrfach zur Verhaftung ausgeschrieben war: Die Polizei nahm den 20-jährigen Iraner fest.

Ausschreitungen während des G-20-Gipfels in Hamburg (Video: AFP/Tamedia)

Körperverletzung und Landfriedensbruch

Gesucht wurde der Mann «wegen Nötigung und Delikten im Zusammenhang mit den Ausschreitungen anlässlich des G-20-Gipfels» im Juli 2017. Der Mann wurde unter anderem wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch gesucht.

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Hamburg beantragte die Auslieferung des Mannes. Die Zuger Staatsanwaltschaft versetzte den Mann auf Anordnung des Bundesamtes für Justiz in Auslieferungshaft: Da sich der Mann nicht widersetzt hatte, wurde er in einem vereinfachten Verfahren am Montag den deutschen Behörden übergeben.

(gwa)