Baar ZG

03. Februar 2019 16:59; Akt: 03.02.2019 16:59 Print

Polizei hat erste Hinweise zum Bleichgesicht-Räuber

Mit einem Phantombild jagt die Zuger Polizei einen Räuber, der einer Frau in Baar Schmuck im Wert von 30'000 Franken entrissen hatte. Bereits gingen einige Hinweise ein.

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Ein Mann, der so aussieht, hat am 29. Januar im Gebiet Himmelrich in Baar an der Ägeristrasse eine Frau ausgeraubt. Wer kennt ihn? Die Polizei bittet um Hinweise. (Bild: Phantombild Zuger Polizei)

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Der bleiche Mann kam am Dienstag, 29. Januar um 19.15 Uhr: Er entriss einer 53-jährigen Frau im Gebiet
Himmelrich an der Ägeristrasse in Baar die Handtasche.
Inhalt: Schmuck im Wert von 30'000 Franken.

Polizei arbeitet nun Hinweise ab

Um den Fall aufzuklären, griff die Zuger Polizei am Freitag zu einem für sie seltenem Fahndungsmittel: Sie publizierte ein Phantombild des Täters. Die Polizei hat nun neue Ansätze, um den Täter zu fassen: «Es sind bereits einige Hinweise aufgrund des Phantombildes eingegangen, denen wir nun nachgehen», sagt Frank Kleiner, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, am Sonntag.

Kommissar Twitter hilft auch mit

Auch auf Social Media ermittelt die Zuger Polizei. Seit kurzem bewirtschaftet sie mit eigenem Account Facebook und Twitter, wo das Bild des Täters ebenfalls publiziert wurde:


Wichtig ist, wie gut sich Opfer erinnern können

Es komme in der Tat selten vor, dass die Zuger Polizei Phantombilder anfertigen lässt und diese publiziert. Für 2018 etwa findet sich im Archiv der Medienmitteilungen der Zuger Polizei keines. «Ob ein Phantombild angefertigt wird, hängt unter anderem vom Delikt ab. Matchentscheidend aber ist, wie gut sich jemand an das Aussehen eines Täters erinnern und dieses beschreiben kann», sagt Kleiner weiter.

Offenbar war die 53-jährige Schmuckbesitzerin in diesem Fall dazu in der Lage. Die Polizei beschreibt den Räuber aufgrund ihrer Angaben so: Zwischen 25- und 35-Jährig, schlank, etwa 180 bis 185 Zentimeter gross, dunkle Augen, glattrasiert, schwarze Haare mit Gel nach hinten gekämmt und bleiches Gesicht. Auch die Kleider des Täters konnte das Opfer beschreiben: Zur Tatzeit trug er helle Schuhe, eine schwarze Jacke und eine blaue Jeanshose.

«Phantombilder erhöhen Chance auf Ermittlungserfolg»

«Natürlich ist es für eine Fahndung immer besser, wenn solche Bilder publiziert werden können. Das erhöht die Chance, um zum Ermittlungserfolg zu kommen», sagt Kleiner.

Konkret würden solche Phantombilder von Spezialisten mit Hilfe von entsprechender Software erstellt. «Die Spezialisten arbeiten sich dabei akribisch vor, sie lassen sich etwa Augen, Mund oder Nase genau beschreiben und können diese dann etwa in verschiedenen Grössen zeichnen. Diese Fachleute können aufgrund von mündlichen Beschreibungen sehr gut einschätzen, wie jemand aussieht.»

Nun also hofft die Zuger Polizei, mithilfe des Phantombildes den bleichgesichtigen Räuber von Baar zu fassen. Sie hofft weiter auf Hinweise von Zeugen zur Tat.

(mme)