Brunnen SZ

07. März 2019 17:10; Akt: 07.03.2019 19:11 Print

Polizei lädt jetzt den ganzen Ku-Klux-Klan vor

In den Ermittlungen um den Aufmarsch einer Ku-Klux-Klan-Gruppe in Schwyz kommt die Polizei gut voran. Gibt es nun Anzeigen?

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Der Aufmarsch des Ku-Klux-Klans an der Fasnacht in Schwyz vom Montag hat für einige Beteiligte schon drei Tage später unangenehme Folgen: Die Schwyzer Kantonspolizei hat bereits mehrere Personen zum Fall einvernommen, wie Polizeisprecher Florian Grossmann am Donnerstag bestätigte.

Bei der Polizei aussagen musste ziemlich sicher auch jener als rechtsextrem bekannte Mann, der den Ku-Klux-Klan vor dem Aufmarsch im Restaurant Wendelstube in Ingenbohl SZ wohl bewirtet hatte. Dort hatte sich die Gruppe ausserhalb der Öffnungszeiten der Beiz in KKK-Kutten getroffen; Leser-Bilder beim «Blick» zeigen die Gruppe, wie sie im Stübli der Wendelstube den Hitlergruss machen und Bier konsumieren. «Ich gehe davon aus, dass einzelne Personen, die schon medial ein Thema waren, von uns kontaktiert wurden. Diese Einvernahmen sind noch am Laufen», so Grossmann zu 20 Minuten.

Spur des Ku-Klux-Klan für nach Brunnen

Zu sprechen war dieser Mann am Donnerstag nicht. Ein Familienmitglied, das im besagten Restaurant arbeitet, sagte am Donnerstag: «Er ist nicht zu sprechen, weil er gerade bei der Polizei ist.» Bekannt von dem Mann ist, dass er unter anderem mit der Pnos sympathisiert.

«Wir vernehmen alle Personen der Gruppe»

Derweil lädt die Polizei weitere Personen vor. «Wir werden alle Personen dieser Gruppe befragen», sagte Grossmann. Man sei «intensiv» daran, das Motiv des Auftrittes abzuklären, «solange wir aber noch nicht mit allen Mitgliedern dieser Gruppe gesprochen haben, können wir die Frage nach dem Motiv nicht abschliessend beantworten». Insbesondere interessiere sich die Polizei etwa dafür, ob beim Aufmarsch beispielsweise auch Parolen geschrien wurden.

Klan-Mitglieder nennen Namen anderer Kutten-Träger

Offenbar kommt die Polizei gut voran in ihrem Ziel, sämtliche zwölf Personen, die ihre Köpfe unter weissen Kutten versteckten, zu ermitteln: «Aufgrund der ersten Befragungen kommen wir zu weiteren Personen, die am Auftritt dabei waren. Wir müssen jetzt mit all diesen Leuten reden.»

Befragt wurden aber nicht nur Mitglieder des Klans, sondern auch Zeugen wurden laut Grossmann angehört, die den Aufmarsch gesehen haben.

Ob es im Verlaufe der Einvernahmen zu Anzeigen kommen wird, könne noch nicht gesagt werden, sagte Grossmann weiter.

Der Ku-Klux-Klan in den USA

(20 Minuten)