Tierischer Einsatz

08. Oktober 2012 14:28; Akt: 08.10.2012 14:53 Print

Polizei rettet Schaf auf der Autobahn

Ein ausgebüxtes Schaf suchte sich einen denkbar ungünstigen Ort für seine Flucht aus: Die Autobahn A4. Mit erheblichem Aufwand konnte es die Polizei dort vor dem Überfahrungstod retten.

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Zusammen mit dem Besitzer konnte die Polizei das verletzte Tier beruhigen und einfangen. (Bild: Kapo Zug)

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Am Samstagnachmittag erreichten die Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei kurz vor 15.00 Uhr rund zehn Notrufe mit aussergewöhnlichem Inhalt: Ein Schaf hatte sich auf die Autobahn A4 verirrt.

Den sofort ausgerückten Patrouillen kam das Tier bei Küssnacht SZ auf dem Pannenstreifen entgegengelaufen. Das Schaf aus der Gefahrenzone zu bringen, gestaltete sich als nicht ganz einfach, wie die Kantonspolizei Zug in einer Medienmitteilung schreibt. Zwar konnte der drohende Verkehrstod abgewendet werden, doch hielt das verletzte Tier hartnäckig einen grossen Sicherheitsabstand zu den Einsatzkräften ein. So blieb es vorerst auch für den schnellsten Zuger Polizisten unerreichbar. Erst als es über die Leitplanke sprang, konnten die Retter das Schaf beruhigen und zusammen mit dem inzwischen ebenfalls eingetroffenen Besitzer in Sicherheit bringen. Woher die Verletzungen stammen, ist unklar. Wie sich zeigte, war das Tier in Rotkreuz ausgebüxt und dort via Autobahneinfahrt auf die Nationalstrasse in Richtung Süden gelaufen.

Der Vorfall scheint bei der Zuger Kapo für Erheiterung gesorgt zu haben. So ist sie auch in der Medienmitteilung zum Scherzen aufgelegt: «Ob das Schaf wegen der prognostizierten Regentage Reissaus nehmen und in wärmere Gefilde verreisen wollte, ist nicht überliefert.»

(rey)