Emmen LU

06. August 2015 16:16; Akt: 06.08.2015 16:49 Print

Polizei setzt Kopfgeld auf Vergewaltiger aus

Im brutalen Vergewaltigungsfall von Emmen kommt die Polizei nicht weiter. Nun setzt sie 10'000 Franken Belohnung für Hinweise zum Täter aus.

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Am 21. Juli 2015 war eine junge Frau in Emmen von einem Unbekannten vom Velo gerissen und in einem Waldstück brutal vergewaltigt worden. Die 26-Jährige wurde dabei so schwer verletzt, dass sie seither gelähmt ist.

Sie konnte noch immer nicht befragt werden. Die Polizei sucht zwar mit Hochdruck nach dem Täter, hat aber offensichtlich keine entscheidenden Hinweise erhalten. Nun bittet sie die Bevölkerung um Hilfe: Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Ermittlung der Täterschaft führen, eine Belohnung von bis zu 10'000 Franken ausgesetzt.

Somit fehlen für die zielgerichtete Ermittlungsarbeit wichtige Informationen. Alternativ könnten die nachstehend aufgeführten Fragen an die Öffentlichkeit zur Ermittlung des Täters führen. Aus diesem Grund bittet die Luzerner Polizei die Bevölkerung um Mithilfe.

Die Ermittler haben dazu folgenden Fragekatalog veröffentlicht:

1. Gibt es Frauen, welche im fraglichen Gebiet verbal oder anderweitig sexuell belästigt oder sogar angegriffen worden sind und dies der Polizei noch nicht gemeldet haben?

2. Wurden Personen im fraglichen Gebiet Opfer eines anderen Deliktes (z.B. Diebstähle, Entreissdiebstähle, Raubüberfälle etc.) oder Versuchen dazu? Wurde noch keine Meldung an die Polizei gemacht?

3. Gibt es Personen, welche im fraglichen Gebiet am Dienstag, 21.07.2015 zwischen 21:30 Uhr und 24:00 Uhr unterwegs waren und von der Polizei noch nicht kontaktiert wurden? Es wurde
auch von der Polizei festgestellt, dass der Weg zu später Stunde häufig von Joggern frequentiert wird. Wurden allenfalls von Joggern sachdienliche Wahrnehmungen gemacht?

4. Gibt es Personen, die zu einem anderen Zeitpunkt im fraglichen Gebiet verdächtige Wahrnehmungen (z.B. männliche Personen, welche Passantinnen intensiv beobachtet haben) gemacht haben und diese der Polizei noch nicht gemeldet haben?

5. Gibt es Personen, die vor dem Tatzeitpunkt im fraglichen Gebiet regelmässig festgestellt werden konnten und seit diesem Zeitpunkt dort nicht mehr angetroffen werden?

6. Sind Personen nach dem Tatzeitpunkt, insbesondere nach dem Bekanntwerden der schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für das Opfer, durch Verhaltensänderungen oder unerklärbares, ungewohntes Verhalten aufgefallen (z. B. plötzlicher, übermässiger Alkoholkonsum, Medikamentenmissbrauch, Arbeitsplatzabsenzen, Änderung der Gemütsverfassung)?

7. Haben sich Personen mit angeblich authentischen spezifischen Informationen zur Tat/polizeilichen Ermittlung in Szene gesetzt oder sich allenfalls sogar anvertraut?

8. Sind Personen durch ein offensichtlich übersteigertes Interesse an diesem Fall aufgefallen (z.B. wurde das Thema in Diskussionen immer wieder von derselben Person aufgegriffen)?

Für Hinweise hat die Luzerner Polizei eine Hotline eingerichtet. Die Nummer lautet 041 248 81 17. Hinweise können auch per E-Mail an fahndungshinweis@lu.ch geschickt werden.

(hal)