Luzern

06. August 2018 16:36; Akt: 06.08.2018 16:42 Print

Verfolgungsjagd auf Mobility-Auto

von Daniela Gigor - In der Nacht auf Sonntag fiel einer Polizeipatrouille ein Auto auf, das in Luzern ohne Licht unterwegs war. Der Mann flüchtete, doch die Polizei schnappte ihn trotzdem.

So endete die Verfolgungsjagd in der Luzerner Baselstrasse. (Video: Leserreporter)
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Kurz vor 1.30 Uhr in der Nacht auf Sonntag sah Leserreporter Alois Janjic, wie eine Patrouille der Luzerner Polizei an der Baselstrasse mit Blaulicht und Sirene einen Wagen verfolgte. «Es handelte sich um einen Mietwagen von Mobility. Der Fahrer wollte einfach nicht bremsen und versuchte nach links zu fliehen», sagt Janjic, der als Security eines Clubs an der Baselstrasse tätig ist.

Trotzdem nahm die Flucht des unbekannten Fahrers kurz danach ein Ende. Auf dem Video eines anderen Leserreporters ist zu sehen, wie der Wagen der Polizei den Autofahrer zurück auf die Fahrbahn in Richtung Innenstadt drängt. Weil dort mehrere Polizeiautos und eine Nagelgurte die weitere Flucht verunmöglichten, wurde der Autofahrer zum Stoppen gezwungen. Danach kamen mehrere Polizisten angerannt und holten den Flüchtigen aus dem Wagen.

Verfolgungsjagd endet an der Baselstrasse

Kein gültiger Fahrausweis, Drogen konsumiert

Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Polizei, bestätigt den Einsatz auf Anfrage: «Es war eine Patrouille vom Kreuzstutz in Richtung Innenstadt unterwegs, als ihr auf der Gegenfahrbahn der Wagen ohne Abblendlicht entgegen kam.» Aus diesem Grunde wendete die Patrouille ihren Wagen und fuhr dem Auto nach.

In der Folge flüchtete der 33-jährige Schweizer über die Bern-, Sonnenstrasse, Unterwilrain, Blattenmoosstrasse zurück in Richtung Innenstadt. An der Baselstrasse wurde der Automobilist von den Kollegen der Polizei-Patrouille erwartet. Der Mann war ohne gültigen Fahrausweis unterwegs. Wigger: «Ausserdem wurde der Mann positiv auf Drogen getestet.» Darum habe die Staatsanwaltschaft eine Blut- und Urinprobe im Spital angeordnet.

Beim Mann handelt es sich um einen Kunden von Mobility. Allerdings hätte er seinen Ausweisentzug melden müssen und dann wäre er für die Zeit des Entzugs gesperrt worden. «Nun prüft Mobility rechtliche Schritte in Bezug auf die entstandene Schadenssumme», wie Sprecher Patrick Eigenmann auf Anfrage sagte.