Ein Ort für Asylbewerber

06. Dezember 2011 22:57; Akt: 06.12.2011 23:33 Print

Private sollen Unterschlupf gewähren

Jetzt schalten sich die Luzerner Landeskirchen in den Streit um Asylzentren ein: Sie fordern Gemeinden und Private auf, Unterkünfte zur Verfügung zu stellen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Kanton Luzern muss immer mehr Asylbewerber aus Nordafrika aufnehmen, doch niemand will sie. So kämpfen etwa Bewohner der Gemeinde Fischbach vehement gegen das geplante Asylzentrum.

Dieses Verhalten stösst bei den Luzerner Landeskirchen auf heftige Kritik. «Es kann nicht sein, dass Asylsuchende wie heisse Kartoffeln um­hergereicht werden», sagt Hugo Fuchs, Präsident der Kommission der Luzerner Landes­kirchen für Asyl- und Flüchtlingsfragen.

Diese forderte deshalb gestern in einer Mitteilung Gemeinden, Private und auch kirchliche Institutionen dazu auf, freie Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. «Die Leute blenden aus, dass die grosse Mehrheit der Asylsuchenden sich korrekt verhält», so Fuchs.

Beim Kanton nimmt man den Appell erfreut zur Kenntnis, wie Sozialdirektor Guido Graf gestern auf Anfrage von 20 Minuten. «Wir benötigen dringend Zimmer, Wohnungen oder Gebäude mit Platz bis zu 40 Personen», so Graf. Der Wohnraum könne bei der Dienststelle Soziales und ­Gesellschaft oder der Caritas Luzern gemeldet werden.

(mfe/20 Minuten)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Noldi Schumacher am 09.12.2011 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Linke, jetzt reagieren!

    Da ist die Gelegenheit ihr lieben Linken, da könnt ihr jetzt zeigen und euch in das Soziale Engagement stürzen. Das wolltet ihr doch schon lange, jeder SPler der seinen eigenen Asylant zuhause betreuen darf.

  • Mike L am 07.12.2011 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Zahlbarer Wohnraum oder Asylunterkunft?

    Ich dachte es herscht akuter Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Und jetzt sollen die wenigen Möglichkeiten die noch da sind für Asylanten herhalten, die logischerweise keine Miete zahlen können? Meine Meinung dazu. Nein. Aber im Bundeshaus hat es sicher noch viel Platz. Und auch bei allen Befürwortern zuhause hat es sicher noch viele Betten frei.

    einklappen einklappen
  • Susi am 07.12.2011 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Kirchen sind wie Linke!

    Andere sollen das Probleme lösen. Selber will man wohl gar nichts tun. Wie wär es denn, wenn die Katholische Kirche ihre Klöster öffnet? Da wär noch genug Platz.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Noldi Schumacher am 09.12.2011 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Linke, jetzt reagieren!

    Da ist die Gelegenheit ihr lieben Linken, da könnt ihr jetzt zeigen und euch in das Soziale Engagement stürzen. Das wolltet ihr doch schon lange, jeder SPler der seinen eigenen Asylant zuhause betreuen darf.

  • Chris von Swiss am 09.12.2011 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Super Idee

    Ich finde das eine gute Idee und bin der Meinung, dass jeder SP-Wähler einen bei sich zuhause beherbergen muss!

  • Schmarotzersubventionierer am 09.12.2011 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Sofort alle ins Kirchenasyl

    Sehr gute Idee, jetzt geht die Landeskirche mit gutem Beispiel voran und jeder Pfarrer und die Vorstandsmitglieder nehmen einen Wirtschaftsflüchtling auf ihre Kosten bei sich auf. Sie tragen ab sofort die Verantwortung für diesen "Gast". So werden wir Bürger vor diesen unnötigen Kosten geschützt.

  • Hägeli D. am 09.12.2011 05:10 Report Diesen Beitrag melden

    Asylanten

    Ich bin nicht dafür,das Private Asylanten aufnehmen müssen.Die sollen alle die Schweiz wieder verlassen.Die Kosten uns Steuerzahler viel viel Geld.

  • Peschä am 09.12.2011 02:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar

    Ich schlafe zukünftig auf dem Sofa, damit es sich ein Wirtschaftsflüchtling in meinem Bett bequem machen kann... Ironie Ende!