Büron LU

24. Juni 2019 04:48; Akt: 24.06.2019 04:48 Print

Raser fährt zurück und lässt sich festnehmen

Er raste mit 144 in 60er-Bereich: Der BMW-Fahrer (23) spricht von einer «Dummheit». Laut einem Urteil ist sein «automobilistischer Leumund getrübt».

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Am 4. November 2017 drückte ein Autofahrer aufs Gaspedal: Er beschleunigte seinen BMW auf der Aarauerstrasse in Büron LU, wo 60 km/h erlaubt sind, auf 144 km/h.

Nun wurde der 23-jährige Türke für seine Raserfahrt verurteilt. Im Urteil heisst es: «Der Beschuldigte hat vorsätzlich elementare Verkehrsregeln verletzt und ist das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingegangen.» Laut Urteil erklärte der Beschuldigte sein Handeln mit «Dummheit, für die er sich nicht rechtfertigen könne». Den Leasingvertrag des BMW 420d habe er kurz nach der Raserfahrt gekündigt.

Gericht geht von guter Prognose aus

Strafmindernd zu berücksichtigen sei, dass der Beschuldigte, nachdem er geblitzt wurde, zur Messstation zurückgekehrt sei und sich von der Polizei habe festnehmen lassen. Der Mann sei bereits zuvor mit dem Strassenverkehrsgesetz in Konflikt geraten; sein «automobilistischer Leumund ist getrübt». Weil aber davon auszugehen sei, dass ihm klargeworden sei, dass er sich keine Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz mehr leisten könne, verzichtet das Gericht auf eine unbedingte Gefängnisstrafe.

Das noch nicht rechtskräftige Urteil lautet: Bedingte Freiheitsstrafe von 17 Monaten, 3 070 Fr. Verfahrenskosten ,1 800 Fr. Geldbusse.

(20m)