Rickenbach ob Schwyz

20. Oktober 2019 15:06; Akt: 20.10.2019 19:22 Print

Rotenfluebahn bleibt nach Gondel-Unfall geschlossen

Am Sonntagvormittag ist eine Gondel der Rotenfluebahn abgestürzt. Laut einem Fahrgast der Bahn soll es laut gekracht haben. Ein Video zeigt den Unfallplatz.

Die Unfallstelle der Rotenflue-Bahn im Video. (Amina Jakupovic)
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Gondel abgestürzt

Florian Grossmann, Sprecher der Kantonspolizei Schwyz sagt, was er über den Absturz der Gondel weiss. (Video: brknews.ch)

Eine Achter-Gondel der Rotenfluebahn Mythenregion von Rickenbach ob Schwyz auf die Rotenflue ist am Sonntagvormittag kurz nach 11 Uhr bei der Talfahrt abgestürzt. In der Gondel befanden sich keine Personen, verletzt wurde niemand.

Die rund 50 Personen, welche sich zum Zeitpunkt des Unfalles in weiteren Gondel befanden, konnten die Bahn in den nächstgelegenen Stationen unverletzt verlassen. Die Rotenfluebahn hat bis am Sonntagabend den Betrieb eingestellt.
Laut Kantonspolizei Schwyz wird abgeklärt, ob die starken Winde zum Zeitpunkt des Unfalles eine Ursache sein könnten. «Die Gondeln schwankten schon recht», sagte ein Mann, der 20 Minuten vor dem Absturz mit der Bahn unterwegs war, zum Boten der Urschweiz.

Fahrgäste hörten lauten Knall

Weiter sagte der Mann zu 20 Minuten: «Wegen des Windes waren wir froh, dass wir bei der Zwischenstation Rätigs aussteigen konnten.» Anschliessend habe er gelesen, dass eine Gondel abgestürzt war. «Wir dachten, dass wir grosses Glück hatten», sagt er. Andere Personen hätten erzählt, dass es sein könnte, dass die Gondel in einen Mast geprallt sei, weil es laut gekracht habe. Der Fahrgast war am Sonntagnachmittag glücklich und dankbar, dass sie heil davon kamen: «Der Vorfall zeigt, wie schnell etwas passieren kann.»

Gondeln werden täglich überprüft

Gemäss Nathalie Henseler, Delegierte des Verwaltungsrats der Bahn, würden die Gondeln täglich auf ihre Sicherheit überprüft. Betreffend der Absturzursache kann Henseler noch nichts sagen. Man warte auf die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust).

Laut Polizeisprecher Florian Grossmann ist die Gondel auf der Talfahrt aus einer Höhe von etwa 20 Metern abgestürzt. Und gemäss Nathalie Henseler stürzte die Gondel ab, während die Gäste in den anderen 19 Gondeln nach einer Windwarnung bereits gebeten wurden, die Kabinen bei der Mittel- oder Bergstation zu verlassen.

Während des Nachmittags nahm die Schweizerische Unfalluntersuchungs-Stelle SUST die Untersuchungen auf und konnte die Bahn gegen Abend wieder freigeben. Die Rotenfluebahn Mythenregion AG hat aber dennoch entschieden, den Betrieb vorübergehend nicht aufzunehmen. Wie es in einer Mitteilung heisst, wurde der Seilhersteller damit beauftragt, das Seil am Montag zu prüfen.

(fur/sda)