SC Kriens

15. Mai 2019 16:04; Akt: 15.05.2019 18:29 Print

Lieber Forfait-Niederlage als GC-Chaoten im Stadion

Der Präsident des SC Kriens ist besorgt: Weil GC bald in der gleichen Liga spielt, zieht er zuhause gegen GC Forfait-Niederlagen in Betracht.

So erlebten die Zuschauer den Spielabbruch. Das soll es in Kriens nicht geben. (Video: Leser-Reporter)
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«Solche ‹Fans› werden wir in unserem Stadion nicht dulden», sagt der Präsident des SC Kriens Werner Baumgartner zum «Tagesanzeiger». Gemeint sind damit die GC-Chaoten – und deren Verhalten am vergangenen Sonntag beim Spiel gegen den FC Luzern.

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Baumgartner blickt mit Besorgnis in die Zukunft – denn in der nächsten Saison spielen der SC Kriens und GC beide in der Challenge League. «Wir haben ein Jahresbudget von 1,5 Millionen Franken. Und wir sind verpflichtet, die Fans mit dem Bus am Bahnhof Luzern abzuholen und zu uns ins Stadion zu führen», rechnet Baumgartner vor.

Und weiter: «Für die Sicherheitskosten im Stadion und auch ausserhalb durch die Polizei haben wir aufzukommen. Und im schlechtesten Fall müssen wir uns die neue Infrastruktur im Stadion zertrümmern lassen.»

GC-Fans sorgen für Spielabbruch

Gewalt soll nicht mehr geduldet werden

Das will der SCK-Präsident nicht hinnehmen: Eher würde man in Bertracht ziehen, zuhause gegen GC nicht anzutreten und eine mögliche Fofraitniederlage in Kauf zu nehmen: «Wenn ich lese, dass GC nächstes Jahr ein Budget von 19 Millionen zur Verfügung hat, wir aber, mit einem zehnmal kleineren Budget, für die Umtriebe mit ihren Fans in unserem Stadion aufkommen müssten, dann läuft etwas grundsätzlich falsch», sagt er.


Das neue Stadion des SC Kriens heisst immer noch «Kleinfeld»: Hier würde der SC Kriens-Präsident lieber forfait gegen GC geben statt GC-Chaoten zu empfangen, die «im schlechtesten Fall die neue Infrastruktur zertrümmern».

Clubs, Liga und Polizei müssten bezüglich solchem Verhalten näher zusammenrücken, ein gemeinsames Vorgehen sei nötig, findet Baumgartner. Denn: Die jahrelangen Diskussionen rund um das Hooligan-Konkordat hätten nichts gebracht. Gewaltbereite Fans dürften nicht mehr geduldet werden.

Bevor aber tatsächlich klar ist, ob GC in der Challenge League auf den SC Kriens trifft, müssen die Krienser noch den Liga-Erhalt schaffen: Sie liegen drei Runden vor Schluss zwei Punkte vor dem Abstiegsplatz.


So sieht das neue Kleinfeld-Stadion in Kriens aus. (Video: 20 Minuten)

(gwa)