Keine ZHB-Sanierung

13. Dezember 2011 23:15; Akt: 13.12.2011 20:22 Print

SP kritisiert die Stapi-Kandidaten

Stefan Roth und Manuela Jost wollen die ZHB vorerst nicht sanieren lassen. Damit schaden die beiden Stapi-Kandidaten ihrer Stadt massiv, wettern SP-Politiker.

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In der Kritik: Manuela Jost und Stefan Roth. Foto: riv

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Neubau statt der schon beschlossenen Sanierung: Dieser CVP-Vorschlag fand am Montag im Kantonsparlament eine Mehrheit. Damit wird die laut den Verantwortlichen dringend nötige Sanierung der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) im Vögeligärtli weiter verzögert (siehe Box). Dass mit Stefan Roth (CVP) und Manuela Jost (Grünliberale) ausgerechnet zwei Kandidaten fürs Amt des Stadtpräsidiums für einen Neubau stimmten, sorgt bei der SP für grossen Unmut. «Mit ihrem Verhalten schaden Roth und Jost der Stadt und dem Hochschulstandort Luzern massiv», ärgert sich Luzia Mumenthaler, Präsidentin der SP Stadt Luzern. Und Dominik Durrer, Fraktionschef im Stadtparlament, legt nach: «Der Neubau, wie er jetzt gefordert wird, missachtet die städtische Bau- und Zonenordnung BZO.» Man prüfe jetzt Vorstösse, damit an der geplanten Sanierung festgehalten werde.

Roth und Jost wehrten sich gestern auf Anfrage von 20 Minuten gegen die Vorwürfe. «Die Stadt hat Interesse an grösseren Dienstleistungsflächen an attraktiver Lage. Deshalb ist das Projekt prüfenswert, wir werden aber gewisse Auflagen machen», so Roth, seines Zeichens auch Stadtluzerner Finanzdirektor. Bis Ende Februar müsse jetzt vom Kanton eine Machbarkeitsstudie vorliegen, die allenfalls noch in die BZO einfliessen könne.

Jost sieht in einem Neubau eine Chance für die Stadt: «Wir versuchen, die guten Standorte möglichst sinnvoll und breit zu nutzen. Das nützt der Stadt und schadet ihr nicht.»

(mfe/riv/20 Minuten)

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