Initiative steht

24. April 2019 12:15; Akt: 24.04.2019 12:15 Print

SP schafft Sammelrekord gegen Spange Nord

Per Initiative will die Stadtluzerner SP den Bau des umstrittenen Projekts Spange Nord verhindern. 3807 Unterschriften hat die Partei gesammelt. Das ist Rekord.

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In der Stadt Luzern soll das Strassenprojekt Spange Nord nicht realisiert werden: Die SP hat ihre Initiative gegen den vom Kanton geplanten Zubringer zur Stadtautobahn mit 3807 Unterschriften eingereicht. Nötig für das Zustandekommen sind lediglich 800 Unterschriften. Das ist ein Sammelrekord für eine städtische Initiative, wie die SP mitteilte.

Zusätzlicher Autobahnanschluss für die Stadt

«Während sich der Kanton weiterhin gegen den Einbezug der betroffenen Bevölkerung wehrt, ermöglicht die SP mit ihrer Initiative endlich eine Mitwirkung», sagt SP-Präsident Claudio Soldati. In der Initiative wird gefordert, dass sich die Stadt Luzern für den Erhalt der Lebens- und Wohnqualität in den vom Bau der Spange Nord betroffenen Quartieren und den Verzicht der Spange Nord einsetzt. Sie soll Alternativen zur Förderung des öffentlichen Verkehrs und der Entlastung der Innenstadt vom Autoverkehr erarbeiten.

Die Spange Nord ist ein Projekt des Kantons Luzern und soll die vom Bund geplante Stadtumfahrung Bypass ergänzen. Nach der Eröffnung des Bypass soll die heutige Autobahn nur noch als Stadtautobahn genutzt werden und mit der Spange Nord zusätzlich erschlossen werden.

«Irrsinniges Strassenprojekt»

Die Spange Nord soll als neue Hauptverkehrsachse vom Gebiet Schlossberg zur Fluhmühle führen. Sie soll den Verkehr über den neuen Autobahnanschluss Lochhof auf die Stadtautobahn leiten und so die Innenstadt vom Verkehr entlasten.

Die Stadtregierung lehnt die Spange Nord ab. Mit der Initiative will die SP ihr den Rücken stärken und der Kantonsregierung und dem Kantonsparlament signalisieren, dass die Bevölkerung das Vorhaben ablehne. Der Kanton Luzern dürfe der Stadt nicht gegen den Willen der Bevölkerung ein «solch irrsinniges Strassenprojekt» aufzwingen.

Die Gegner der Spange Nord erklären, dass diese die Verkehrsprobleme im Raum Luzern nicht löse. Die geplante Hauptverkehrsachse werde Mehrverkehr verursachen und die Strassen im Gebiet Schlossberg, Zürichstrasse, Maihof und Hünenbergstrasse zum Kollabieren bringen. Attraktive und bei Familien beliebte Quartiere wie Fluhmühle, Reussport, Rosenberg, Hochwacht und Schlossberg müssten mehr Verkehr und Lärm ertragen. «Die Stadtbevölkerung will keine
Spange Nord, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für einen Planungsstopp.»

(20M/sda)