Parkgebühren

03. Dezember 2019 19:11; Akt: 03.12.2019 19:11 Print

JSVP prangert «doppeltes Abkassieren» an

Das Nachzahlen bei Parkuhren ist verboten. Darum erlischt in Luzern übriges Guthaben vom Vorgänger, wenn der nächste Fahrer Geld einwirft. Die JSVP will das ändern.

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«Regelmässige Nutzer der öffentlichen Parkplätze in der Stadt Luzern ärgern sich stets über die überteuerten Parkgebühren in der Stadt Luzern», sagt Grossstadtrat Patrick Zibung (JSVP). Trotzdem gebe es für Autofahrer immer wieder mal einen vermeintlichen Lichtblick. «Nämlich dann, wenn die Parkuhr noch Restparkzeit eines Vorgängers anzeigt», so Zibung.

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Was hältst du davon, dass das Restguthaben nicht an die nächsten Autofahrer weitergegeben werden kann?

Das nützt den Autofahrern in der Stadt Luzern jedoch nichts, denn: Wenn die Parkuhr noch Restguhaben vom vorherigen Parkplatzbenutzer anzeigt und man Geld einwirft, geht das bereits vorhandene Guthaben verloren. «Das Restguthaben
des Vorgängers wird gelöscht, was jeweils den Ärger der Automobilisten verstärkt», so der Grossstadtrat. Darüber ärgert er sich, denn schliesslich habe der Vorgänger bereits Parkzeit bezahlt. «Es wird doppelt abkassiert», sagt Zibung.

Früher war dies laut Zibung anders: Hatte man bei einer Parkuhr mit Restguthaben Münz eingeworfen, sei das Guthaben zwar nicht angezeigt worden, aber im Hintergrund gespeichert. Nach Ablauf der bezahlten Parkzeit sei die Parkuhr für die Dauer des Restgutahbens in einem neutralen Zustand geblieben. Erst nach Ablauf des zusätzlichen Guthabens wurde angezeigt, dass die Parkzeit abgelaufen war.

Parkuhren sollen anders porgrammiert werden

Deshalb hat Zibung einen Vorstoss names der SVP eingereicht. «Der Stadtrat wird gebeten, die Parkuhren entsprechend anders zu programmieren, sodass die restliche Parkzeit des vorherigen Nutzers dem Nachfolgenden angerechnet wird, auch wenn
dieser noch zusätzliche Münzen einwirft», fordert er.

Der Stadtrat lehnt den Vorstoss jedoch ab. Verlassen «Autofahrende das Parkfeld vor Ablauf der bezahlten Parkdauer, wird das Parkfeld freigegeben», schreibt die Stadtregierung in der Antowort zum Vorstoss. Der Anspruch werde dadurch vollständig abgegolten. Deshalb sollten Autofahrer das Münz passgenau in die Parkuhr einwerfen.

Passgenaues Münz oder Bezahlen per Twint

Hinzu kommt: «Das unerlaubte Nachzahlen wird nicht nur in Luzern, sondern schweizweit durch die Polizei gebüsst.» Deshalb seien die Parkuhren so porgrammiert, dass «ein Restguthaben in der Parkuhr nicht gespeichert wird und bei einem erneuten Bezahlvorgang ein neuer Parkierungsvorgang ausgelöst wird.»

Fazit des Stadtrats: «Die Anrechnung bezahlter, aber nicht genutzter Parkzeit widerspricht Massnahmen zur Vermeidung des verbotenenen Nachzahlens.»

Der Stadtrat verweist zudem darauf, dass Autofahrer seit Oktober zusätzlich die Möglichkeit hätten, die Parkzeit digital mit der App Twint zu bezahlen. Durch das Scannen eines QR-Codes an der Parkuhr könnten Autofahrer das Parkieren starten. «Kehrt man zum Auto zurück, kann man den Parkvorgang in der App beenden und bezahlt nur die effektive Parkdauer».

Was haltet ihr davon, dass verfügbares Restguthaben nicht an die nächsten Autofahrer abgegeben werden kann? Wird hier doppelt abkassiert? Diskutiert mit in den Kommentaren.


So kann man mit Twint an Parkuhren bezahlen, hier am Beispiel in der Stadt Zug.

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laijla am 03.12.2019 19:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer weiss es

    Wiso darf man eigentlich nicht nachzahlen? Ich bezahle ja für meine Parkzeit wo ist das Problem.... nur aus neugier

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  • Ärgert am 03.12.2019 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Luzern typisch

    Einfach super,endlich hat mal einer den Mut gegen diese absolute Frechheit vorzugehen Bravo

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  • röbi am 03.12.2019 19:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schweiz

    ist halt so in der schweiz, darum sind die leute so launisch und alle gesund niemand hat depressionen. ironie on

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sepp am 04.12.2019 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Geldgierig

    Diese Parkplätze sind nur zum Geldmachen da. Wer kann den wirklich in dieser kurzen Zeit etwas erledigen. Wenn man zum Beispiel in einer Bäckerei anstehen muss, hat man die Parkdauer schon überzogen.

    • Mahmud am 04.12.2019 12:37 Report Diesen Beitrag melden

      @Geldgierig

      Ach, Sie stehen also in der Bäckerei eine Stunde an? Wieso fahren Sie überhaupt mit dem Auto zum Brot Einkaufen vor die Bäckerei?

    • die Ritterin am 04.12.2019 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sepp

      Also ich bin noch nie 2 Stdin einer Beck angestanden

    • sitte am 04.12.2019 14:50 Report Diesen Beitrag melden

      mahmud

      wissen sie denn, wo Sepp wohnt, sie kleiner stalker? :)

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  • Sky Walker am 04.12.2019 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Park&Pay

    Einfach die Park&Pay App benutzen und so nie wieder mehr bezahlen als nötig. Kann kaum glauben, dass es noch immer Leute gibt, die dies anders handhaben

  • Peter Müller am 04.12.2019 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ist in Zürich noch schlimmer

    Richtig lustig ist das in Zürich: Wer nachzahlt, erhält nicht nur eine Busse fürs Nachzahlen, sondern noch eine obendrauf für das Überschreiten der maximalen Parkzeit. Und dies auch dann, wenn in einer 2-Std.-Zone zweimal für je eine Stunde bezahlt wurde (was zudem teuerer ist, als einmal für zwei Stunden).

  • Urs Rusch am 04.12.2019 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Mehrfach kassieren

    Es wird eh mehrfach kassiert. Der Steuerzahler finanziert die Strasse, die Behörden malen dann ein Feld auf die Strasse und verlangen dafür Miete.

    • die Ritterin am 04.12.2019 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs Rusch

      Öffentlicher Boden gehört allen, also sollen jene bezahlen, die diesen an intensivsteb nutzen

    • Meyer am 04.12.2019 15:28 Report Diesen Beitrag melden

      @die Ritterin

      Fussgänger benutzen den öffentliceh Raum auch und sind froh, dass er asphaltiert ist und nicht so wie im Mittelalter. PS: Natürlich ebenfalls die Velofahrer.....

    • roli am 04.12.2019 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @die Ritterin

      Leider sind ihre Kommentare, und zwar fasr alle, nie richtig zu Ende gedacht, aber hauptsache was geschrieben

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  • Karl am 04.12.2019 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    War ja klar

    Solches liest man auch immer nur von den gleichen Städten. Entweder Luzern, Zürich oder Bern.