Buochs NW

17. März 2011 22:46; Akt: 17.03.2011 21:40 Print

Schulung soll das Bienensterben stoppen

von Rahel Schnüriger - Auch in der Zentralschweiz haben die Imker mit dem Bienensterben zu kämpfen. Mit fundierter Ausbildung wollen sie dem jetzt entgegenwirken.

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Der Nidwaldner Imker Charly Burch kämpft gegen das Bienensterben. (ras)

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Es ist vor allem die Varroamilbe aus Indien, die den hiesigen Bienen zu schaffen macht. «Es gibt viele Imker, die grosse Verluste tragen müssen», weiss der Nidwaldner Imker Charly Burch. Von der Milbe befallene Bienen sterben. «Die Behandlung mit ätzender Säure ist ein schmaler Grad zwischen Leben und Tod der Tiere, aber auch heikel für den Imker», so Burch. Statt den Bettel hinzuschmeissen, setzen die Zentralschweizer aber auf Ausbildung. So lässt sich Burch jetzt weiterbilden, um sein Wissen an andere weitergeben zu können.

Es ist mehr als der Honig, der ohne Bienen fehlen würde. Laut Burch dürften bis 70 Prozent der wichtigsten Nahrungspflanzen von Bienen bestäubt werden. Um es den Bienen so gemütlich wie möglich zu machen, geht Burch Anfang Sommer mit seinen gut 40 Völkern sogar auf die Alp: «Dort fühlen sie sich wohl, sind also gesünder und produktiver.» Die Luzerner Imker setzen auf Ausbildung, statt nur Gelder vom Staat zu fordern. «Subventionen sind meistens an Erwartungen und Leistungen gebunden», so Simon Gisler, Co-Präsident des Verbandes Luzerner Imkervereine. Nun führt der Verband im Juni Workshops durch.