Nach Pfefferspray-Attacke

11. November 2019 19:42; Akt: 12.11.2019 00:21 Print

Schwyzer SVP-Mitglied zieht Konsequenzen

Ein Mitglied der SVP Schwyz soll im Frühling einen linken Demonstranten mit einem Pfefferspray attackiert haben. Nun ist der Mann aus der Partei ausgetreten.

Mit einer Demonstration wollten die Menschen in Seewen SZ gegen Rassismus kämpfen. (Video: Leser-Reporter)
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Wolle die SVP noch «einen Funken Glaubwürdigkeit behalten», müsse sie den Funktionär, der im Frühling an einer Demonstration gegen Rassismus einen Mann mit Pfefferspray attackiert hatte, ausschliessen. Das verlangte das Bunte Bündnis Schwyz noch am Sonntag. Dies, nachdem bekannt geworden war, dass der Politiker Verbindungen zu rechtsextremen Gruppierungen haben soll. Er soll deswegen verhört worden sein, wie der «Sonntagsblick» berichtete.

Die SVP gab daraufhin bekannt, dass sie den Fall untersuchen werde. Doch der Beschuldigte hat nun von sich aus reagiert. Wie das SRF-Regionaljournal berichtet, trete er aus der SVP aus, um der Partei nicht zu schaden. Die Pfefferspray-Attacke sei eine Kurzschlussreaktion gewesen, sagt der Mann zu Radio SRF. Er habe einen anderen Mann schützen wollen. Laut Roland Lutz, Präsident der SVP Schwyz, habe er zudem dementiert, dass er «Kontakt zu braunem Gesindel» habe.

Angriff folgte an Gegen-Demo

Seinen Anfang nahm der Fall Anfang März in Schwyz. Videos zeigten damals eine Gruppe von Fasnächtlern, die als Ku-Klux-Klan-Miglieder verkleidet durchs Dorf marschierten. Sie trugen brennende Fackeln und eine Flagge mit einem Keltenkreuz bei sich. Gemäss dem «Blick» handelte es sich um Neonazis.

Kurz darauf folgte eine Gegen-Demonstration in Seewen, während der es zu einer Schlägerei zwischen links- und rechtsextremen Personen kam. Mittendrin war das SVP-Mitglied, das einen Linksextremen mit dem Pfefferspray attackiert haben soll.

(vro)