Stoos-Muotatal SZ

06. Dezember 2019 04:46; Akt: 06.12.2019 04:46 Print

Extrem-Wetter soll Touristen anlocken

In der Region Stoos-Muotatal soll ein Wetter-Erlebnispark entstehen. Weil es dort vielfältiges Wetter gibt: Stürme, Kälterekorde, Urwald-Regen und Sonnenstuben.

In der Region Stoos-Muotatal soll ein Wetter-Erlebnispark entstehen.
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Das Wetter interessiert alle – auf diesen Effekt setzt nun die Tourismusregion Stoos-Muotatal: Sie will sich als Wettererlebnispark vermarkten. Dabei will sie nicht nur von der Bekanntheit der lokalen Wetterschmöcker profitieren, sondern auch von den unterschiedlichsten Wetterextremen, die in der Region zu finden sind.

In der Tourismusregion Stoos-Muotatal liegen die vier Dörfer Muotathal, Morschach, Stoos und Illgau. Ihre Bewohner hätten eine starke Affinität zum Wetter, teilte die Tourismusorganisation mit. Nur wenige Kilometer voneinander entfernt, gebe es die unterschiedlichsten Wetterextreme. Und die sollen jetzt Touristen anlocken.

Stürme, Kälterekorde, Urwald-Regen und Sonnenstuben

Vom Urnersee her blasen die Föhnstürme, auf der Glattalp gibt es Kälterekorde, im Bödmeren-Urwald regnet es viel und der Stoos und Illgau sind als Sonnenterrassen bekannt. Diese Phänomene sowie die Popularität der Wetterschmöcker bilden die Basis für den neuen Masterplan der Tourismusregion.

Schwyzer Wetter soll Touristen anlocken

In Muotathal soll ein Wetter-Erlebniszentrum eingerichtet werden. Dort sollen Wetterphänomene interaktiv und spielerisch erlebt werden können. Zum Beispiel in einem Windkanal, wo man in einen künstlichen Föhnsturm geraten kann, wenn draussen gerade keiner ist. Im Zentrum gibts weiter etwa eine Wetterschmöckerlounge oder einen Wetterspielplatz. In Morschach, Stoos und Illgau sind Wetter-Aussichtsplattformen geplant.

Zudem soll im Gebiet das dichteste Netz an Wetterstationen gebaut werden, einzelne davon sollen begehbar sein, wie der Bote der Urschweiz berichtete. Die Daten dieser Stationen werden in einer App öffentlich zugänglich gemacht.

Die ganze Region Stoos-Muotatal werde damit zum Wetter-Kompetenzzentrum und zur Pulsfühlerin sowohl für das lokale als auch für das globale Wetter. «Auch für die Einheimischen ist ein solches Wetterstationen-Netz von Vorteil», sagt Projektleiter Silvan Kälin.

Zielgruppe sind Deutschschweizer Touristen

Er erhofft sich mit dem Projekt eine «ausgeglichene Auslastung des Tourismus». Der Wetter-Erlebnispark soll für die Besucher 365 Tage im Jahr bei jedem Wetter zugänglich sein. Dabei spreche das Projekt eher Touristen aus der Deutschschweiz an. Dies, weil die Region vonseiten dieser gut erreichbar ist, wie Kälin sagt. 2022 soll der Erlebnispark seine Tore öffnen.

Lob vom Tourismus-Professor

Tourismusexperte Jürg Stettler von der Hochschule Luzern findet das Vorhaben spannend: «Das ist in der Tat neu, ein interessanter Ansatz. Es wird sich zeigen, ob es gelingt, damit das Interesse der Besucher zu wecken.» Wetter sei ein spannendes Thema, das die Tourismusregion Stoos-Muotatal nun versuche, mit Erlebnisinszenierung und -Vermittlung umzusetzen. «Die Region ist dafür prädestiniert, alleine mit den Wetterschmöckern haben hat sie ja eine hohe Bekanntheit für das Thema Wetter.»

Insgesamt sind Investitionen in der Höhe von neun Millionen Franken geplant. Die Finanzierung ist noch nicht vollständig gesichert. Kälin sagt, dass die beteiligten Gemeinden einen Teil der Kosten tragen werden. Dafür sind aber noch Volksabstimmungen in allen drei Gemeinden notwendig. «Wir sind auch mit dem Kanton in einem vielversprechenden Gespräch», sagt Kälin. Für die Begleichung der Restkosten sei man noch auf der Suche nach Wirtschaftspartnern, die im Gegenzug die Möglichkeiten erhalten sich im Besucherzentrum und an den errichteten Aussichtpunkten zu repräsentieren.

(jab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 06.12.2019 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neuer Tourismus Hype

    Klimaexperte werden.

  • Wetterlaie am 06.12.2019 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sensationell, muss ich sehen

    Ich komme und zahle mindestens 30Franken Eintritt. Denn wo ich wohne gibt es kein Wetter. Ich habe noch nie Regen, Sonne , Schnee gesehen und auch Winde sind für mich neu. Also ich und 1000000Ausländer freuen sich schon auf die Eröffnung. Übrigens kann ich jetzt schon Karten kaufen für das sieben hoch acht Museum?

  • Peter Zyler am 06.12.2019 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Klima-Disney-Land-Unsinn

    Der typische Tourist in der Zentralschweiz ist schon längst der Asiate. Da er sich aber nur wenige Stunden in der Region aufhält, wird er kaum in den Genuss dieses grossen Wetterspektrums kommen. Zudem hat er Fön und Fondue bereits im Hotel. Eine bessere Idee wäre wohl das Geld in den Klimatschutz zu investieren, statt in ein Disney-Land.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinz Hug am 06.12.2019 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst dem Tal die Einzigartigkeit

    Schade um das liebliche Muotatal. Lasst es doch sein wie es ist, dann bleibt auch seine Einzigartigkeit bestehen. Aber eben, wenn gewisse Leute Geld riechen, schalten sie das Hirn aus.

  • Rosa05 am 06.12.2019 09:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    look@thesky/ Stop Geoengeniering

    Die Erde als Kriegswaffe. HAARP, Chemtrails, Wetterkrieg..Geld und Macht...läuft

  • Rene Birrer am 06.12.2019 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Und EWIG

    Gehts um Geld und weils so schön war noch mehr ums Ged und nichts anderes !

  • Gordon am 06.12.2019 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schöön....

    Mega schööne Gegend!! Wird sicher cool dieses Projekt!!

  • Peter Zyler am 06.12.2019 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Klima-Disney-Land-Unsinn

    Der typische Tourist in der Zentralschweiz ist schon längst der Asiate. Da er sich aber nur wenige Stunden in der Region aufhält, wird er kaum in den Genuss dieses grossen Wetterspektrums kommen. Zudem hat er Fön und Fondue bereits im Hotel. Eine bessere Idee wäre wohl das Geld in den Klimatschutz zu investieren, statt in ein Disney-Land.

    • M.h. am 06.12.2019 10:04 Report Diesen Beitrag melden

      Klimaschutz

      in welchen Klimaschutz? Ich sehe nur die Hysterie darum herum

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