Pop-up-Projekt in Luzern

09. Oktober 2014 06:13; Akt: 09.10.2014 06:13 Print

Sie servieren ein kulinarisches Blind Date

Niemand weiss, wo das Restaurant ist, was es dort zu essen gibt und mit wem man isst. Bekannt ist nur: Der Friendly Dinner Club serviert seinen Gästen ein 5-Gang-Menu von einem Sternekoch.

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Lancieren gemeinsam den «Friendly Dinner Club Luzern»: Robert Zupan (33) und Simone Müller-Staubli (31). (Bild: ZVG)

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Mitten in Luzern öffnet das Pop-up-Restaurant Friendly Dinner Club vom 15. Oktober bis 2. November seine Türen. Der Clou: Wer sich auf der Restaurant-Homepage für einen Abend im Friendly Dinner Club anmeldet, erfährt erst einen Tag vor dem Event, an welchem Ort das Abendessen serviert wird. Aber nicht nur das Lokal bleibt im Vorfeld geheim: Auch das Menu und die übrigen Dinner-Teilnehmer sollen beim Event für eine Überraschung sorgen. «Secret location, secret menu, secret drinks, secret people, secret joy», heisst es denn auch auf der Webseite des Pop-up-Projekts.

Verraten wird von den Veranstaltern nur so viel: Bei der Location handelt es sich um keine typische Gastronomie-Umgebung. Und: Für den Preis von 95 Franken erhalten die Gäste ein herbstliches 5-Gang-Menu. Dieses wird von einem Sternekoch kreiert, der laut den Organisatoren schon für renommierte Restaurants in aller Welt gekocht hat. Am 18. Oktober geben zudem Gastgeber Franco Simioni und sein Küchenchef des Luzerner Restaurants Felsenegg einen Gastauftritt in der Friendly-Dinner-Küche.

Luzerner Gastro- und Event-Profis

Hinter dem neuen Pop-up-Projekt stecken zwei Luzerner mit langjähriger Gastronomie- und Event-Erfahrung. Simone Müller-Staubli, Absolventin der Hotelfachschule in Lausanne, hat schon in verschiedenen Gastro- und Hotelleriebetrieben gearbeitet. Die 31-Jährige hat im Frühling bereits das Gastroprojekt 9x9 und damit Luzerns erstes Pop-up-Restaurant lanciert. Robert Zupan (33) hat die Schweizerische Hotelfachschule Luzern absolviert und ist heute Geschäftsführer des «Food & Beverages»-Unternehmens Rockservices. Zupan hat unter dem Namen «Down To The Left» in Zürich schon mehrere Pop-up-Restaurants realisiert.

«Ein gastronomisches Abenteuer»

Müller-Staubli und Zupan kennen sich vom Gymnasium und beschlossen aufgrund ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Pop-up-Konzepte «etwas Einzigartiges» in ihrer Heimatstadt aufleben zu lassen. «Unsere Gäste werden nicht nur kulinarisch verwöhnt, sondern auch einen geselligen Abend mit einmaligem Ambiente erleben», so Zupan. Die Tatsache, dass es im Friendly Dinner Club nur ein Menu gibt und jeweils 35 Besucher gemeinsam an einem langen Tisch sitzen, verspreche ein besonderes gesellschaftliches Erlebnis. «Unsere Gäste erhalten die Gelegenheit, für einen Abend aus ihrem Alltag auszubrechen und sich auf ein kleines gastronomisches Abenteuer einzulassen.»

Zukunft offen

Wer bei diesem kulinarischen Erlebnis dabei sein möchte, sollte sich beeilen: «Besonders an den Wochenenden ist die Nachfrage gross», sagt Müller-Staubli. Ob es mit dem Friendly Dinner Club Luzern auch nach dem 2. November weiter geht, lässt sie offen. «Ein Pop-up-Konzept muss in seiner Art einzigartig bleiben. Wir empfehlen deshalb allen Luzernern, dieses kulinarische Erlebnis jetzt zu entdecken.»

(ds)