Lawine am Titlis

16. Dezember 2019 10:49; Akt: 16.12.2019 11:35 Print

Snowboarder (37) stirbt nach Lawinenniedergang

Die Person, die beim gestrigen Lawinenniedergang im Gebiet Engelberg verschüttet und durch die Rettungskräfte geborgen werden konnte, verstarb im Spital.

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Am Sonntagmorgen löste ein Snowboarder unterhalb der langen Wand im Gebiet Engelberg und ausserhalb der gesicherten Skipisten im Titlisgebiet eine Lawine aus und wurde verschüttet. Die sofort aufgebotenen Rettungskräfte konnten den Mann mittels Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS) rasch orten und bergen. Der Verletzte wurde von der Rettungsflugwacht (Rega) in ein Spital geflogen.

In der Nacht auf Montag ist der verletzte Snowboarder im Spital verstorben. Es handelt sich dabei um einen 37-jährigen Schweizer, der ausserhalb der Zentralschweiz wohnhaft war.

Durch die Staatsanwaltschaft Obwalden wurde kein Strafverfahren eröffnet, da ein Drittverschulden ausgeschlossen werden kann. Der verstorbene Snowboarder war zusammen mit einer weiteren Person ausserhalb der markierten Skipisten unterwegs.

Erhebliche Lawinengefahr

Im betroffenen Gebiet herrschte am Sonntag erhebliche Lawinengefahr – Gefahrenstufe 3 – wie dem Lawinenbulletin des Schnee- und Lawineninstituts SLF zu entnehmen war. Diese Gefahrenstufe galt für die gesamte Innerschweiz, für grosse Teile des Kantons Graubünden sowie für den Kanton Wallis.

Ein Leser-Reporter hatte den Lawinenniedergang beobachtet und dann sofort den Mitarbeitern der Seilbahn gemeldet. «Es stand erst eine Gruppe von Leuten da, am Ende blieb noch einer übrig. Es war zunächst unklar, wie viele davon tatsächlich verschüttet wurden. Das war ein sehr mulmiges Gefühl, als ich das sah, da ich selber auch Freerider bin.»

(kat/leg)