Flug über Gotthard

01. Mai 2019 10:04; Akt: 01.05.2019 12:02 Print

So rettet die neue Rega-Flugtechnik Leben

Zum ersten Mal konnte die Rega trotz schlechten Wetters über den Gotthard nach Zürich ins Universitätsspital fliegen. Ein neues Instrumentenflugverfahren machts möglich.

In diesem Video der Rega wird erklärt, wie das System funktioniert. (Video: Rega)
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Diese Technik rettet Leben: Trotz schlechten Wetters konnte die Rega zum ersten Mal vom Tessin über den Gotthard nach Zürich fliegen. Ermöglicht hat es das instrumentengestützte Anflugverfahren, wie die Rega am Dienstag mitteilte.

Beim sogenannten Instrumentenflugverfahren fliegt der Helikopter mittels Autopilot einer im Flugrechner gespeicherten Flugroute wie auf einer Autobahn nach. So kann die Rega auch bei schlechter Sicht sicher fliegen.

In der Nacht auf Sonntag hat diese Technik einem Patienten eine dringende Herzoperation ermöglicht. Vom Regionalspital Mendrisio (TI) konnte der Patient rasch über den Gotthardpass ins Universitätsspital Zürich verlegt werden.

Ziel ist eine wetterunabhängigen Luftrettung

Erst vor wenigen Wochen hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt dieses Anflugverfahren auf das Universitätsspital Zürich freigegeben, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Das Berner Inselspital wird seit 2011 mit diesem Verfahren angeflogen.

Das Netz von Instrumentenflugrouten wird kontinuierlich ausgebaut: Seit Jahren verfolgt die Rega ihre Vision einer wetterunabhängigen Luftrettung. Gemeinsam mit der Schweizer Luftwaffe und der Flugsicherungsgesellschaft Skyguide arbeitet die Rega an einem schweizweiten Netzwerk aus Instrumentenflugrouten, das Flugplätze, Spitäler und Rega-Basen miteinander verbindet.

(bsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ursula am 01.05.2019 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Bravo fur die Rega, sie hat meinem Bruder das Leben gerettet, als er in einem abgelegenen Bergdorf einen Unfall hatte.

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  • Beat S. am 01.05.2019 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Vielen Dank

    Super! Die Rega bekommt seit Jahrzehnten Geldspenden von mir, das bleibt auch so. Vielen Dank allen Regamitarbeitern, ihr seit die besten.

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  • magamero am 01.05.2019 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Einfa nur Genial, Bravo das ist richtig gutes investiertes Geld. Ich hoffe das sich Reiche Schweizer dafür interessieren für diese Investion und das sich noch meht Gönner und Mitglieder an den Beitrag entsprechend mitbeteiligen!!! Kann nur Sagen ab für Euren Einsatz auch beischlechtem Wetter!!! Danke

Die neusten Leser-Kommentare

  • Flieger am 01.05.2019 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige Konkurrenz durch AAA

    Die Alpine Air Ambulance machte bereits mehrmals Schlagzeilen, über den Aargau hinaus. Sie führte Rettungsflüge im Aargau durch und steht in Konkurrenz mit der Rega. (Quelle SRF) Wenn AAA kommt bleibt der REGA Gönner auf den Kosten sitzen. AAA kann nicht die ganze Schweiz abdecken und pickt sich nur ein Stück vom Kuchen. Unschön, dass damit ursprünglich der TCS angefangen hat.

  • Flachländer am 01.05.2019 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gradios ^^

    Man könnte meinen sie neu diese Technik ist. Hollalaaa. Die Luftwaffen dieser Welt arbeiten seit 20 Jahren mit diesem System um den korrekten Anflugkorridor und Gleitwinkel beim Anflug auf Flugzeugträger darzustellen. Dort ist es ins ILS integriert aber genau dasselbe. Ausserdem fliegt nicht zwangsläufig der Autopilot. Nach IFR kann genauso von Hand geflogen werden das macht keinen Unterschied.

    • Bergler am 01.05.2019 19:53 Report Diesen Beitrag melden

      Recherchez l'état

      Ich gebe dir recht, technisch ist das gähn, weil schon lange bekannt. Aber die Rega kann nichts dafür, wenn das Bundesamt gegen Zivilluftfahrt sich seit Jahren querstellt, bremst, blockiert und mimimimimi macht! Einige andere Spitäler könnte man ebenso problemlos mit IFR anfliegen, aber die Bünzlibedenkenträger in Bern haben Angst ...

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  • Müller wohlfahrt am 01.05.2019 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsicher

    Aha. Und was passiert wenn irgend ein Hobbypilot auf der programmierten Route ist ? Sicht max. 50 Meter.. Unfall

    • Flachländer am 01.05.2019 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Müller wohlfahrt

      Irgendein Hobbypilot darf bei mangelnder Sicht nicht in die Luft oder ein Schlechtwettergebiet durchfliegen. Es gibt die VFR Bestimmungen nach welchen in der Hobbyfliegerei geflogen wird und Wolken wie auch Schlechtwettergebietr müssen nach Sichtflug umflogen werden. Ausserdem sind Spitäler mit Heliports und deren Anflugsektoren wohnehin auch in den VFR Flugkarten vermerkt. Dort hält man sich als Hobbypilot nicht sonnlos auf.

    • Fredy S. am 01.05.2019 16:12 Report Diesen Beitrag melden

      Lesen bildet

      Wie oben geschrieben ist wird dies von Skyguide und Luftwaffe überwacht. Erst lesen, dann überlegen unddan schreiben....

    • Müller wohlfahrt am 02.05.2019 11:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Flachländer

      Im Normalfall gebe ich Ihnen recht. ABER : Was ist mit einem Terroranschlag; einem Gleitschirm welcher durch das Schlechtwetter in die Fluglinie gerät? Ja klar er informiert erst Skyguide anstatt sich zu retten haha! ;Was ist mit einer Drohne? Private fliegen ja sogar direkt am Flughafen. Es ist denen schlicht egal ob es verboten ist. Passiert mir schon nichts Mentalität. Ach die sichere Schweiz..

    • Andreas Lauterburg am 03.05.2019 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Müller wohlfahrt

      Nein, sogenannte Hobbypiloten kriegen den ILS gar nicht und kennen die Frequenz nicht. Übrigens ist Fliegen niemals Hobby, sondern Teilzeit Profi. Fliegen kann man als Hobby nicht, es ist zu anspruchsvoll. Gruss Andreas (Teilzeitpilot IFR)

    • Flachländer am 04.05.2019 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andreas Lauterburg

      So ein Quatsch. Die IFR Frequenzen von Navigationsbaken wie NDB, VOR und ILS sind öffentlich und in den Flightcharts frei zugänglich. Erstere beiden darf jeder als Navigationshilfe auch im Sichtflug verwenden. Das ist überhaupt kein Problem. Und Pilot sein kann jeder der es vermag und das Zeug dazu hat, als Hobby ausüben. Das ist kein Ding und man muss dazu auch kein Übermensch sein. Immer diese Hochstilisierungen und Halbwahrheiten mag ich nicht.

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  • leser am 01.05.2019 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    danke für euren Einsatz

    Wenn dass die anderen (länder) mitbekommen :). Bravo Rega!

  • Susi Blond am 01.05.2019 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wie geht das?

    Finde ich ja gut, aber ich frage mich, wie sie diese leuchtenden Vierecke in den Himmel zeichnen werden? Werden die aufgehängt?

    • sandro e. am 01.05.2019 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Susi Blond

      Mittels Projezierung ins helmvisier oder direkt an die Scheibe.... Wird ja auch erklährt...

    • kurt am 01.05.2019 14:46 Report Diesen Beitrag melden

      @Susi Blond

      Da fährt unten einer mit dem Auto vor und zeichnet mit einer Drohne, an der eine Spraydose angebracht ist, die roten Vierecke in den Himmel. Das weiss doch jedes Kind, menno!

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