Urkantone

17. Juli 2014 08:50; Akt: 17.07.2014 08:50 Print

So viele Tierquälerei-Verfahren wie nie

Die 2008 eingeführte strenge Tierschutzverordnung zeigt Wirkung: 39 Fälle von Tierquälerei wurden letztes Jahr in den Urkantonen zur Anzeige gebracht. 2008 waren es noch 16 Fälle.

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Die Tiere dürfen sich freuen: Tierquäler werden konsequenter zur Rechenschaft gezogen. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

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Dass die Anzahl von Verfahren wegen mutmasslicher Tierquälerei gestiegen ist, heisst nicht, dass es in den Kanton Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden auch tatsächlich mehr Fälle von Tierquälerei gibt. Die 2008 eingeführte strengere Tierschutzverordnung bietet aber mehr gesetzliche Möglichkeiten: «Diese Verordnung ist viel weitreichender und strenger als die alte und bietet bessere Grundlagen, um gegen Verfehlungen vorzugehen», sagt Urs Schorno, Bereichsleiter Tierschutz beim Laboratorium der Urkantone.

Als Tierquälerei wird dort nicht nur das aktive Malträtieren von Tieren bezeichnet, sondern auch das Vernachlässigen des Tierwohls. So können durch die neue Verordnung etwa auch Landwirte zur Verantwortung gezogen werden, die ihren Kühen nicht genügend Auslauf bieten, schreibt das «Höfner Volksblatt». Tierschutzorganisationen handeln laut Schorno ebenfalls konsequenter und melden Verdachtsfälle weiter oder reichen Anzeige ein. Zudem sei auch die Bevölkerung stärker für das Thema Tierschutz sensibiliert als früher.

(gwa)