Wettbewerb

14. Juli 2014 17:17; Akt: 14.07.2014 17:17 Print

Solarhaus der Hochschule brilliert in Versailles

Am Wochenende ist der internationale Wettbewerb Solar Decathlon zu Ende gegangen. Das Team der Hochschule Luzern schaffte es auf mit seinem Solarhaus auf den fünften Platz.

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Das HSLU-Team auf der Baustelle des Solarhauses in Versailles. (Bild: solardecathlon.ch)

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Es ist das erste Mal, dass sich ein Schweizer Team für den internationalen Wettbewerb «Solar Decathlon» qualifiziert hat. 20 Teams stellten im Schlosspark von Versailles ihre selbst entworfenen Solarhäuser vor und traten gegeneinander an. Das 70-köpfige Team der Hochschule Luzern (HSLU) ist zufrieden mit dem fünften Platz. Die Architekturstudentin Cora Völlnagel sagt: «Die Top Fünf waren von Anfang an unser Ziel. Als wir dann aber während des Wettbewerbs in der Platzierung immer zwischen dem zweiten und dritten Platz schwankten, stiegen unsere Erwartungen. Dennoch sind wir rundum zufrieden mit unserer Leistung.»

Regeländerung verschlechterte das Ergebnis

Der Wettbewerb war bis zum Schluss höchst spannend. Nicht zuletzt wurde dem Luzerner Team aufgrund einer kurzfristigen Regeländerung ein Vorteil aberkannt, was das Team um eine bessere Platzierung gebracht hat. So hatten im Vorfeld vierzehn andere Teams bei einer Messung des Stromverbrauchs Strafpunkte erhalten. Da die Regelung nicht eindeutig war, legten diese Teams Protest ein. Eine externe Jury gab den Teams Recht, woraufhin die Strafpunkte wieder rückgängig gemacht wurden – zum Nachteil der Luzerner.

Durch den Wettbewerb konnten sich die Studenten theoretisch aber vor allem auch praktisch mit Konzepten für das zukünftige energiesparende Wohnen auseinander setzen. Es ging im Wettbewerb nämlich darum, ein möglichst energiesparendes Haus zu bauen. Das Solarhaus der HSLU heisst «your+» und basiert auf dem Konzept des Teilens von Räumen. Das Schlafzimmer mit Bad dient als persönlicher Rückzugsort, während die Küche als halbprivater Raum gemeinsam mit den unmittelbaren Nachbarn genutzt werden soll. Durch diese Nutzungsform können Ressourcen gespart und der städtische Raum effizienter genutzt werden.

Ab September in Horw der Öffentlichkeit zugänglich

Nun wird das Solarhaus in Versailles wieder abgebaut und zurück in die Schweiz gebracht. Es wird auf dem Campus der Hochschule Luzern für Technik und Architektur in Horw originalgetreu aufgebaut und ist ab September für die Öffentlichkeit zugänglich. Es werde nun verhandelt, ob man noch weitere Verbesserungen am Haus vornimmt und zu welchen Zwecken man das Modell noch brauchen werde, so Völlnagel. Hanspeter Bürgi, Leiter des Atelier Solar Decathlon und Dozent für Architektur betont: «Der Wettbewerb ist das eine, uns ist aber auch eine nachhaltige Wirkung des Projekts wichtig».

Unterstützt wurde das Team während des gesamten Wettbewerbs unter anderem vom Kanton Luzern und dem Bundesamt für Energie. Es reiste sogar ein Saxophonquartett des Musikdepartements der Hochschule an, um die Gäste zu unterhalten.

(msa)