0,4 Mio. Fr.

18. April 2019 11:45; Akt: 18.04.2019 11:45 Print

Spielsüchtigem Pfarrer winkt Schuldenerlass

2,5 Millionen Franken Schulden hat der ehemalige Pfarrer von Küssnacht SZ. Gläubiger wären zu einem Verzicht von 0,4 Millionen bereit.

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Hohe Schulden hat der ehemalige Pfarrer von Küssnacht angehäuft: Es bestehen offene Forderungen von 2,5 Millionen Franken. Laut dem beauftragten Anwalt seien Gläubiger zu einem Verzicht von 0,4 Millionen Franken bereit, berichtet der «Bote der Urschweiz».

Die Gläubiger seien vor vier Monaten über die finanzielle Situation, das laufende Strafverfahren und die persönlichen Verhältnisse des Pfarrers informiert worden. Dabei wurden sie ebenfalls gebeten, Forderungen zu bestätigen oder ob sie auf diese verzichten wollten, sei es ganz oder bloss teilweise.

Schulden kann er wohl nicht begleichen

Der ehemalige Pfarrer, der wegen Spielschulden freigestellt worden war, setze zudem seine ambulante Suchttherapie fort. Dass er im kirchlichen Bereich weiterarbeiten werde, sei momentan nicht denkbar. Auch ein beruflicher Neuanfang nicht: Er werde für mehrere Jahre in einer Sozialinstituion einen Einsatz leisten.

«Aufgrund dieser Ausgangslage sind seine finanziellen Mittel begrenzt, und es ist ihm realistischerweise auch in Zukunft nicht möglich, die hohen Schulden abzutragen, sei es ganz oder auch nur teilweise.» Auf seinen Wunsch hin erhält der ehemalige Pfarrer eine Vermögensbeistandschaft. Zudem meldet er Privatkonkurs an.

Finanzielle Abgeltungen vom Bistum Chur gebe es nicht, weil das Bistum selbst Opfer der Machenschaften des Mannes sei. Sein Verhalten sei bedauerlich und nur durch die Spielsucht erklärbar.


(gwa)